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Kampf der Titanen (1981)

Eine Kritik von Kane McCool (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 31.12.2004, seitdem 1251 Mal gelesen


Obwohl "Kampf der Titanen" damals unverständlicherweise floppte und er auch nicht allzu bekannt ist, ist dieser Film für mich ein Klassiker.

Göttin Thetis (Maggie Smith) will die junge Andromeda (Judi Bowker) dem Seemonster opfern, da Andromeda ihren zum Monster gewordenen Geliebten Calibos (Neill McCarthy) wegen Perseus (Harry Hamlin) verlassen hat. Um Andromeda zu retten und das Seemonster zu töten muss Perseus die Gorgonin Medusa köpfen...

Gut, die meisten Darsteller sind No-Names. Lediglich das erste Bond-Girl Ursula Andress als Aphrodite und Rocky-Trainer Burgess Meredith gehören zu den bekannteren Gesichtern in diesem Film. Dennoch spielen alle ihre Rollen überzeugend.

Dies war das letzte Werk von Ray Harryhausen, der schon für den ersten King Kong und die Monster in "Jason und die Argonauten" verantwortlich war. Auch ihr wird sich erneut einer griechischen Sage gewidmet, wo die StopMotion-Kreaturen zum Einsatz kommen. In manchen Szenen sehen diese dann sogar realistischer aus als so manche Computer-Animation. Vor allem die Szenen mit dem zweiköpfigen Hund Dioskilos, der Medusa, dem Seemonster und Calibos in seiner Monstergestalt kommen sehr gut rüber. Desweiteren wirkt Perseus' Kampf gegen die Medusa recht unheimlich. Die Geschichte wird auch recht gut erzählt und die Kulissen erwecken wirklich den Anschein des antiken Griechenlands.

Ich kenne mich in griechischer Mythologie nicht allzu gut aus. Lediglich die Sagen um Troja, Odysseus, Herkules, Jason und eben Perseus sind mir bekannt. Daher kann ich auch nicht sagen, ob der Film nun haargenau der Sage entspricht, was er auch nicht unbedingt muss. Jedoch gehört die griechische Mythologie zu den besten, die es je gegeben hat. In welchen Sagen kommen denn schon solche fantasievollen Kreaturen wie die Medusa, der Minotaurus, die Hydra oder Pegasus vor? Aber die Sagen Griechenlands bestehen nicht nur aus Monstern. Vielmehr drehen sie sich um menschliche oder halbgöttliche Charaktere wie Herkules, Achilles und Perseus.

Ein Remake von "Kampf der Titanen" würde ich für völligen Blödsinn halten, da der Film von 1981 zu einer der besten Verfilmungen griechischer Sagen überhaupt gehört. Und computeranimierte Monster hätten gewiss nicht den Charme der Gestalten aus der Werkstatt von Ray Harryhausen. Leider gibt es von dem Film bisher noch keine DVD-Veröffentlichung, was schade ist.


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