Eine Kritik von Achanjati (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 21.12.2005, seitdem 642 Mal gelesen
Zwei verzogene Halbstarke machen sich eine klischeehaft bundesdeutsche Kleinfamilie untertan, um sie zu peinigen, zu demütigen und nachher umzubringen.
Wie schon in mehreren anderen Reviews angedeutet, ist es ein bißchen lächerlich, wenn man einerseits auf der Psychoebene ganz gut funktionierenden stärkeren Tobak serviert bekommt, auf der anderen Seite jedoch essentielle Szenen weggeblendet werden. Andererseits verstärkt vielleicht gerade das Ausbleiben entsprechender Konkretisierungen noch etwas das Unbehagen, das der Film dem Zuschauer unterschwellig vermitteln will.
Nichtsdestotrotz wirken die Auslassungen ein wenig bevormundend und machen das Ganze eher zu einer zynischen Heimatfilmparodie denn zu einem nachdenklich stimmen sollenden Machwerk, das die Einwirkung medialer Überflüssigkeiten auf minderjährige Gehirne thematisiert. Zumal letzterer Aspekt, der ja doch eigentlich zur Rechtfertigung der Films herangezogen wurde, kaum wirkliche Ausarbeitung findet.
Immerhin, die Buben wirken in der Tat äußerst dümmlich und unangenehm und damit hat der Film sicherlich eines seiner Ziele erreicht - gewisse Ansätze von Beklemmung hervorzurufen.
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