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High Tension (2003)

Eine Kritik von alpha&omega (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 02.10.2006, seitdem 1378 Mal gelesen


Frankreich. Das Land des Weines, des guten Geschmacks in Sachen „haute- cuisine“ und das Land des Horrorschockers...

„Haute Tension“


Klar das der OT nicht bleiben kann, dachten sich die Vermarkter, denn zum einen versteht den keiner und zum anderen hört sich „haute tension“ mit der ordentlichen Intonation recht schwül an. Selbst ich als Frankreichliebhaber habe mal Verständnis dafür.

Alexandre Aja präsentiert uns in seinem Film, der ziemlich seicht anfängt, zwei Freundinnen, Alex und Marie, die aufs Land fahren, um die Eltern der ersteren zu besuchen. Doch nicht lange lässt uns der Regisseur aus Langeweile zur Pulle greifen, denn plötzlich kommt ein Kerl (ziemlicher Abtörn der Psychofarmerfreak) angetuckert, bricht ins Landhaus ein, tötet die ganze Familie bis auf Alex die er entführt. Marie konnte sich verstecken, doch jetzt muss sie ihre Freundin aus den Fängen des Psychopathen befreien, was sich aber aus guten Gründen, als ziemlich schwierig erweist...


Aja, der ja mit dem Remake „The Hills Have Eyes“ seinen letzten Erfolg feierte, setzte mit „High Tension“ seinen Grundstein für eine vielversprechende Karriere.
Mit einem geringem Budget und nicht allzu bekannten Schauspielern, kreierte er einen Schocker der Superlative. Extrem brutal, extrem verzwickt und extrem spannend, präsentiert sich der so unscheinbar zu Anfang wirkende Film.
Cécile de France mimt die Rolle der verzweifelten Freundin perfekt. Es findet eine starke Identifikation mit ihrer Rolle statt, die dem Zuschauer zum Ende hin noch zum Verhängnis werden soll.
Die Atmosphäre ist sehr stimmig! Zuerst hell und freundlich, aber dann kommt der Cut und es wird richtig ungemütlich und dreckig. Perfekt!
Brachial sind die Gore- Effekte, zumindest in der Uncut aus Frankreich. Was die Prüfer hier aus dem Film gemacht haben ist einfach nur lächerlich und verschandelt Ajas Werk aufs Äußerste.
Der Score passt sich der wechselnden Atmo der Settings sehr gut an und kann somit auch als gelungen bezeichnet werden.
Das Beste jedoch an „High Tension“ ist das der Zuschauer sich allmählich gewahr wird, dass irgendetwas hier nicht stimmt... Die Auflösung des ganzen Spektakels, um den Psychofarmer, wird den einen oder anderen wohl überraschen!


FAZIT:

Hohe Spannung, gute Hauptdarstellerinnen, geniale Atmo, ne großzügige Portion Blut und ein netter Twist am Ende machen „High Tension“ zum Pflichtprogramm für alle die auf guten soliden und überraschenden Horror stehen!

Ein Film der ausnahmsweise hält, was er im Titel verspricht!!!

9 Punkte


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