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City Cobra, Die (1986)
Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 27.06.2006, seitdem 515 Mal gelesen
Nach Rambo 2 die zweite Zusammenarbeit zwischen Sylvester Stallone und George P. Cosmatos. Stallone lieferte das Screenplay und arbeitete auch ein bisschen am Drehbuch mit, bzw veränderte wie schon bei Rambo 2 etwas am Drehbuch, was dem Film aber absolut nicht geschadet hat.
Inhalt:
Ein Killer als der Nachtschlitzer bekannt, ermordet wahrlos junge Frauen und verbreitet Angst und Schrecken in Los Angeles. Nur der harte Cop Cobra vermutet dass es eine Gang ist. Und er hat Recht, denn eine Gang von Revoluzern versucht eine neue Welt zu schaffen und dafür müssen alles Schwachen sterben. Modell Ingrid beobachtet den Nachtschlitzer bei einem Mord, er beginnt sie zu jagen. Cobra flieht mit ihr aufs Land, doch die Gang lässt sich nicht so einfach abschütteln.
Die Story ist nicht gerade sehr tiefgründig, aber man weiss dass es leider heutzutage solche Gestörten gibt. Für den Film ist sie eine gute Aufhängung. Vor allem die Einblendungen, wenn die Äxte zusammengeschlagen werden machen echt was her. Hier bekommt man das 80er Jahre Actionkino mit all seinen Facetten geboten. Natürlich ist der Film sehr reaktionär, allein schon der Dialog von Cobra:" Du bist die Krankheit und ich bin das Heilmittel " lässt darauf schließen, dass er hier nicht nach dem Gesetz vorgeht. Heute werden solche Streifen gar nicht mehr gedreht, deshalb bin sehr froh, dass es in den 80er Jahren sehr viel davon gab.
Natürlich zählt hier auschließlich die Action und die ist sehr zahlreich und natürlich hammerhart. Stallone schickt seine Gegner in Dutzenden in die Hölle, teils auch sehr blutig und hat immer einen trockenen Spruch auf den Lippen. Vor allem der lange Showdown ist klasse, natürlich gibt es auch einen Endkampf mit dem Nachtschlitzer in einem Stahlwerk, welcher dann von Cobra sehr brutal zur Hölle geschickt wird. Aber auch vor dem Showdown ist viel geboten. Eine schick fotographierte Verfolgungsjagd, bei der viel zu Bruch geht, leider auch Cobras schicker 50er Mercury mit Lachgasantrieb. Natürlich ein paar Morde des Nachtschlitzers, wo aber nie Details gezeigt werden. Man sieht immer nur wie das Messer kurz durchgezogen wird und dann wird abgeblendet, wäre sonst einfach zu brutal geworden und man wollte dem X-Rating aus dem Weg gehen. Natürlich gibt es sonst noch hier ne Schießerei und eine Keilerei. Langeweile hat hier keine Chance.
Der Actioner hat etwas was viele Actionfilme nicht bieten können. Er hat einige spannende Momente. Die Morde in der Nacht, der Angriff im Parkhaus und im Krankenhaus sind sehr düster, spannend in Szene gesetzt. Da läuft einem schon mal der Schauder den Rücken herunter. Und man weiss dass die Bande vor nichts zurückschreckt. Und natürlich dürfen auch hier die nervigen Vorgesetzten nicht fehlen, die Cobras Methoden anzweifeln und sich später wieder bei ihm entschuldigen. Cobra haut dem Einen später noch in die Fresse, genauso wie wir es sehen wollen.
Hier bekommt man wieder die tolle 80er Jahre Großstadtatmosphäre geboten. Es ist dreckig, düster, viel Kriminalität. Vor allem der Score ist perfekt. Mit spitzen Lieder wie " Angels of the City " wird der Film noch besser untermalt. Überhaupt bekommt man in diesem kurzen Streifen sehr viele verschiedene Sounds geboten und vor allem verdammt gute und passende.
Eine Paraderolle für Sly Stallone. Er braucht kaum Mimik und Gestik zu verwenden, sondern muss einfach nur verächtlich dreinblicken, wenn er seine Gegner umnietet. Passt einfach perfekt zu ihm und genau so wollen wir ihn sehen und dafür mögen wir ihn auch. Hier ist er die Coolness in Person. Schickes Auto, Schlangenlederschuhe, ein Streichholz im Mundwinkel und ne Sonnenbrille. Eine Ikone des 80er Jahre Films. Als Ingrid spielt Brigitte Nielsen, welche hier wirklich niedlich aussieht. Stallone und Nielsen verliebten sich beim Dreh ineinander. Als Nachtschlitzer darf Brian Thompson heran. Er passt mit seiner Hackfresse in diese fiese, bösartige Rolle und gibt einen guten Gegner für Stallone ab. Die Darsteller sind alle gut gewählt und agieren auch so.
Fazit:
Roh, hammerhart, reaktionär und nie auf dem Dienstweg. Hammergeile Action, eine klasse Optik und einige spannende Momente. Passende Darsteller und ein cooler Sound. Perfektes 80er Jahre Kino ohne Anspruch, aber mit hohem Unterhaltungswert.
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