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Frankenhooker (1990)

Eine Kritik von Schwarz (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 16.10.2004, seitdem 715 Mal gelesen


Bei einem tragikomischen Unfall während einer Familienparty kommt Elizabeth ums Leben, besser gesagt unter den brandneuen Rasenmäher. Ihr Verlobter Jeffrey Franken kann heimlich ihren Kopf und ein paar Kleinteile retten, denn als Bioelektriker, wie er sich bezeichnet, hegt er schnell den Wunsch, seine Angebetete wieder herzustellen. Dabei fehlen ihm natürlich noch einige Körperteile, und so entschließt er sich, auf dem passenden Gebrauchtteilemarkt zu suchen und trifft sich mit ausgesucht attraktiven Prostituierten. Deren Gier wird ihnen rasch zum Verhängnis, als Frank wie zufällig einen Beutel seiner Superdroge in die Menge schmeißt. Denn das Supercrack macht nicht nur high und sexy, sondern lässt, quasi als Nebenwirkung, die Körper explodieren. Das sieht nicht nur putzig aus, wenn die eben noch nackt herumtanzenden Damen plötzlich in Einzelteile zerplatzen, es macht einfach Spaß, diese Horrorkomödie zu betrachten. Dabei lehnt Frank Henenlotter seine Persiflage locker an Frankenstein an, nur dass es hier weniger um die gottgleiche Menschenbildung geht, als vielmehr um einen besessenen, spinnerten jungen Elektriker, der es in der Garage tatsächlich zu Ergebnissen bringt. Diese fallen zwar nicht ganz so aus, wie er es sich dachte, den Zuschauer freut es, wenn die Geliebte wie eine Mutantin durch die Stadt kraucht. Trotz diverser Körperteile, die immer wieder die Szenen beherrschen, ist "Frankenhooker" unblutiger, als man es bei einer Splatterkomödie denkt, die Betonung liegt doch sehr auf dem Comedyaspekt und den zahlreichen leichtbekleideten Darstellerinnen. Tiefschürfend wird es nie, gleitet aber auch nicht zu sehr in Albernheiten ab, die akzeptablen Schauspieler haben da einen hohen Anteil dran. Ein paar nette Ideen, wie das eigentlich biedere Umfeld des selbsternannten Frankenstein, geben diesem unterhaltsamen B-Movie seinen Charme. Wem Tromastreifen zu überdreht sind, kann es mal hiermit versuchen, weit ab von Mainstream ist dieser Low-Budget-Streifen immer noch.

Fazit: Auf jeden Fall in paar Lacher wert, dieser schwarzhumorige Frankenstein-Rip-Off. 6/10 Punkten


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