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Runaway - Spinnen des Todes (1984)

Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 09.02.2011, seitdem 175 Mal gelesen


Amerika in nicht allzu ferner Zukunft: Nach dem Amoklauf eine Haus-Roboters stoßen Sergeant Ramsay und seine Kollegin Karen auf den zwielichtigen Dr. Luther. Dieser verkauft Killer-Chips und ist im Besitz von todbringenden Spinnenrobotern.

Wer bei dem Titel auf arachnoiden Tierhorror hofft, hat leider das falsche Pferd gesattelt. Starautor Michael Crichton hat hier seinen eigenen Roman verfilmt. Das er das Zeug zum Regisseur hat, bewies er ja schon mehrfach bei Klassikern wie beispielsweise Westworld. Bei Runaway war allerdings das Portemonnaie etwas schmaler geschnürt und so reicht diese Verfilmung leider nur für die Mittelmaßabteilung.
Crighton spielt mit seiner Geschichte mit den Ängsten der Menschen vor einer zukünftigen übertechnisierten Welt. Was passiert, wenn sich die Maschinen gegen den Menschen zur Wehr setzen, egal ob aufgrund von Systemausfällen oder schurkischer Programmierung seitens eines bösen Wissenschaftlers. Glücklicherweise verfügt die Polizei der Zukunft über eine Art Anti-Robot-SWAT, die sich um die Blechbüchsen mit ausgerenkten Schaltkreisen kümmert.
Es gelingt zwar die Story spannungsmäßig solide, mit nur wenigen Längen, durchzuziehen, allerdings sehen die verwendeten Robotermodelle kein bißchen anders aus, als billig mit Fischer Technik zusammengestöpselt, von den Computergrafiken mal ganz zu schweigen. Die Idee mit den zielsuchenden Patronen auf Hitzesuchbasis ist dafür aber wieder recht brauchbar, sogar eine Bullet Cam wird eingesetzt (könnte 1984 fast sogar Premiere gewesen sein). Das Gros wirkt aber häufig wie eine überlange Serienfolge, solide Krimi-SciFi Ware, ohne aber aus der Thrillermasse herauszuragen.
Tom Selleck gibt dabei als Kammerjäger der besonderen Sorte ein ganz gute Figur ab, dafür sorgen allein seine Magnum-Coolness und sein Schnauzer. Sein Gegenspieler ist Kiss Frontmann Gene Simmons, der einerseits ohne Make up ziemlich bieder aussieht, hier aber dafür einen absolut brauchbaren Bösewicht abgibt. Wäre der kleine lästige Rotzlöfel nicht gewesen, der Cast wäre absolut sehr gut.
Trotz all seiner Vorhersehbarkeit (das die mehrfach angesprochene Höhenangst im Showdown eine wichtige Rolle spielen wird, ahnt man ja beinahe fast gar nicht), ist Runaway ein durchaus brauchbarer HiTech Thriller. Zum alle-fünf-Jahre-wieder-anschauen geeignet.
6/10


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