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From Beyond - Aliens des Grauens (1986)

Eine Kritik von Fabse (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 20.09.2004, seitdem 385 Mal gelesen


Da isser nu! Stuart Gordons dritte Regiearbeit als Filmemacher. Nachdem Gordon vom Theaterfach in das Filmgeschäft einstieg und mit “Re-Animator“ einen viel zitierten Meilenstein im Horror-Genre vorlegte, drehte er den Schocker “Dolls“, der aber bei seinem Produzenten Charles Band schnell in der Schublade verschwand und erst nach “From Beyond“ veröffentlicht wurde.
Da schon Gordon’s Erstling auf einer Geschichte von H.P. Lovecraft beruhte begann nun die Arbeit an einer weiteren ,an den Meister des Ungreifbaren Horrors angelehnte Produktion. Was dabei heraus kam?--- Ein B-Film der von der ersten bis zur letzten Minute unterhält und spannend ist. In Sachen Gore kann er zwar nicht mit seinem Quasi-Vater “Re-Animator“ mithalten, hat aber dafür schleimige Effekte bis zum Abwinken aufer hohen Kante. Jeffrey Combs als übergeschnappter Tillinghast liefert eine ansprechende, wenn auch nicht an die Herbert West Rolle heranreichende Leistung ab und mutiert nach dem er von einem phallusartigen Monster angelutscht wurde zum Teilzeit-Kannibalen auf Bewährung. Auch Barbera Crampton, im ersten Lovecraft Streich noch züchtig und schüchtern, wandelt sich durch den Einfluß des Resonators in eine bestrapste Domina um den armen Tillinghast erst mal einer netten Behandlung zu unterziehen. Dabei macht sie so eine gute Figur, daß während des Drehs zum Film , sofort Fotos für den Playboy am Set gemacht wurden.
Hier sieht man auch viel von Yuzna’s Schleimphantasien, denen er erst in seinem Film “Society“ richtig frönen durfte. Die offensichtlichen Anspielungen auf jegliche Art der Sexualität sind allgegenwärtig und gipfeln überhaupt in den frivolen Kreaturen die Spezi Screaming Mad George für den Film kreierte. Ein weiterer Augenmerk fällt auf die Beziehung zwischen Tillinghast und seiner Psychaterin , die permanent angedeutet wird und am Ende mit einer Menage a Trois mit Dr. Proterius(oder was immer er jetzt ist) ihren Climax erreicht...
Überhaupt, daß der Film wenig kostete wird jede Minute durch tolle Schauspieler oder eingestreuten Schocks und Überraschungen wieder wett gemacht, so daß nie Langeweile aufkommt. Und das, oder gerade weil der meiste Teil des Films in der Villa von Dr. Proteruis spielt. So zu sagen ein Kammerspiel in einer recht großen Kammer. Fans von atmosphärischen Filmen mit einem leichten Gore-Anspruch werden hier bestens bedient.
8/10


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