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Matrix Revolutions (2003)

Eine Kritik von Ernst Huberty (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 02.09.2005, seitdem 386 Mal gelesen


14.11.2003

Kurze Kritik zu Matrix 3, sprich Matrix - revolutions:

Der Film war eine klare Enttäuschung. Die ersten beiden waren wesentlich besser.
Gründe:
1. Der Film har keinen wirklichen Schluß sondern endet mit einem alta-el-fuego und zwar wortwörtlich. Das ist am Ende einer sechsstündigen Trilogie, die auch lt. Auskunft aller Beteiligten nicht fortgesetzt werden soll eine Enttäuschung und wenig sinnvoll.
2. Das Finale wird mit einem Kaninchentrick eingeleitet, Neo zieht plötzlich das aus dem Ruder gelaufene Smith-Programm aus dem Hut und erreicht so den Waffenstillstand, das ist ziemlich billig. Billig ist übrigens auch der sprechende Kopf im Zentrum der Maschinenstadt, keine gute Idee.
3. Der Schlußkampf Neo vs. Smith ist ebenfalls enttäuschend, dererlei Barmanepisoden haben mich schon im 2. genervt und werden hier noch stark ausgebaut, eine wirklich schwache Szene.
4. Was ich ebenfalls schon beim 2. beklagte die konventionelle Starwars-Dramaturgie wird im 3. noch forciert. Und hier ist v.a. das Ende der ca. 45minütigen Parallelmontage Flug durch den Versorgungsschacht und große Schlacht ziemlich problematisch. Man kann nicht eine dreiviertelstunde Spannung aufbauen und danach alles in wenigen Sekunden vom Tisch wischen, schwerer dramaturgischer Fehler.
Die große Schlacht ist eine Bombastfassung ähnlicher Szenen von Lucas, unterlegt von einer erbärmlichen, stumpfsinnigen Musik und gespickt mit typisch amerikanischen Militarismen.
5. Die Musik ist insgesamt eine weitere Schwäche des Films. Ich kann mich nicht entsinnen ob das in den ersten beiden Filmen ebenfalls so war (der Komponist ist derselbe), der postwagnersche Elektroschwulst von Matrix - revolutions jedenfalls ist an Einfallslosigkeit, Monotonie und Jämmerlichkeit kaum noch zu toppen!

PS: Die Süddeutsche, die uns regelmäßig mit den jämmerlichsten Filmkritiken des deutschen überregionalen Blätterwaldes verwöhnt, hat sich mal wieder selbst übertroffen und sieht in dem Film die Fortsetzung der amerikanischen Außenpolitik mit anderen Mitteln (" ... zur Problemlösung fällt den Amerikanern eben nur Krieg und Gewalt ein"), das ist ein grober Unsinn und man fragt sich wirklich, ähnlich wie bei Kill Bill, ob diese Idioten den Film wirklich gesehen haben, denn natürlich stellt das Ende des Films den Triumph des Spirituellen (Messias Neo) über das Militärische dar, ein Konflikt der sich durch den ganzen Film zieht.


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