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Matrix Revolutions (2003)

Eine Kritik von Kane McCool (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 29.06.2004, seitdem 534 Mal gelesen


Produzent Joel Silver (Lethal Weapon 1-4) hört sich gerne laut und viel reden. Doch vor mehr als einem Jahr lag er mit seinen "Wasserstandsmeldungen" versehentlich einmal richtig: "Nach den neuen Matrix-Filmen wird das Actionkino nie mehr so sein wie vorher!" Silvers Prognose ging prompt in Erfüllung, nur nicht so, wie er sich das vorgestellt hat. Computereffekte gehen einem tierischst auf den Sack! Das ist nicht nur auf immer mehr Fanpages im Internet zu lesen, sondern entspricht auch der Grundstimmung in Hollywood. Immer mehr Regisseure gehen auf Abstand zur virtuellen Tricktechnik der CGI und ziehen handgemachte Action (nicht, das was ihr jetzt wieder denkt!) vor. "Dieser Scheiß sieht gut aus, aber er riecht nach Computer!" spottet Regie-Gott Quentin Tarantino (Pulp Fiction) über die digitalen Tricksereien aus Matrix - Revolutions und ließ Kill Bill konsequent real choreografieren. Seit dem Matrix-Niedergang sind realistischere Filme wie Troja, Master & Commander, S.W.A.T. oder Last Samurai der Kino-Renner. Und Peter Jacksons Herr der Ringe-Trilogie wartet mit großartigem digitalen Effektzauber auf, der aber nie den Blick auf die liebenswerten Charaktere und die packende Handlung verliert. Aber nun zu Matrix - Revolutions:

Selten habe ich einen derart langweiligen Film gesehen. Nur noch Starship Troopers 2 rennt in Punkto Gähn-Faktor dem dritten Matrix-Teil den Rang ab. Im Grunde besteht der Film nur aus Keanu Reeves letzten Stunden als falsch programmierter Daten-Jesus, endlos öden Ballerorgien mit seinen Reformhaus-Jüngern in monströsen Kampfrobotern, sinnfreie Philosophie-Phrasen vom Abreißkalender der Öko-Höhle. Jahrhunderte des Krieges und der Qualen, aber am Ende kloppen sich Neo und Agent Smith nur ein paar in die Fresse, und zum Dank sagen die überlegenen Killermaschinen einfach so: "Okay, dann ist ab jetzt halt Frieden!" Schade um den wirklichen guten ersten Teil. Da bleib ich lieber in meiner Batteriesäure liegen, spende ein wenig Energie und kriege dafür aber bessere Filme zu sehen!


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