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South Park: Der Film - Größer, länger & ungeschnitten (1999)

Eine Kritik von Z-i-B (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 30.07.2002, seitdem 414 Mal gelesen


Ich bin South Park schon seit der ersten Folge die ich gesehen habe hoffnungslos verfallen und da der Film alle wichtigen Elemente der Serie aufgreift ist er schlicht und ergreifend ein rundum gelungenes Meisterwerk. Durchdachte Story mit vielen witzigen Nebenhandlungen, respektloser, rabenschwarzer, tiefgründiger Humor, gesellschaftskritische Themen gemixt mit Furzwitzen und untelegt mit genialen Songs- was will man mehr?

Aber der Film kann auf den ersten Blick leicht genauso mißverstanden werden wie die Serie: Als bloße Aneinanderreihung von Geschmacklosigkeiten. Natürlich ist er so auch unterhaltsam, aber wer sich nur über die furzenden Kandier und fluchenden Grundschüler amüsiert verpasst die besten Anspielungen, denn der Humor der South Park-Erfinder Trey Parker und Matt Stone ist tiefgründiger als viele (Eltern) glauben. South Park ist eine intelligente Satire, kein niveauloser Klamauk. Im Grunde parodiert der Film die falschen Moralvorstellungen derjenigen Eltern, die sich über Sendungen wie South Park so sehr aufregen dass sie (übertieben) sogar einen Krieg anzetteln würden um ihre Kinder vor diesem "Schund" zu schützen. "Horrific, deplorable violence is okay, as long as people don't say any naughty words." Im Film wird das so dargestellt, dass die Grundschüler Stan, Kyle, Cartman und Kenny die kandischen TV-Stars Terrence und Phillip retten wollen, die von der US-Regierung gefangengenommen wurden weil die Eltern Angst haben, die Show der beiden könnten ihre Kinder verderben. Prompt erklärt Kanada den USA den Krieg und das Chaos ist perfekt- alles im Namen des Jugendschutzes versteht sich.

Typisch ist, dass in diesem Film alles maßlos übertrieben wird. Wir brauchen Bösewichte? Nehmen wir Satan, machen ihn schwul uns stellen ihm Saddam Hussein zur Seite! Wir wollen zeigen wohin Filmzensur führen kann? Der dritte Weltkrieg und ein Schlachtfeld wie in Private James Ryan wären nicht schlecht! Wir wollen mal eben Windows98 schlecht machen? Lassen wir Bill Gates erschießen! Und so weiter... So schafft der Film es einen immer wieder zu überraschen, weil man einfach nicht damit rechnen kann was als nächstes geschieht. Und trotzdem ist er auch beim 20en Ansehen noch unterhaltsam. Empfindliche Gemüter sollten aber besser einen Bogen um den Film machen, erfahrungsgemäß sind vor allem Eltern nicht gut auf South Park zu sprechen, da hier vor rein gar nichts Respekt gezeigt wird. Zu kleine Kinder sollten den Film aber natürlich auch nicht sehen ;)

Zur Synchro: Sie ist besser als bei der TV-Serie, aber ich würde trotzdem empfehlen sich dieses Meisterwerk im Original anzusehen.


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