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Tale of Two Sisters, A (2003)

Eine Kritik von Tisscotec (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 05.09.2005, seitdem 379 Mal gelesen


Plot: Die beiden Schwestern Su-mi und Su-yeon kommen nach einem Spitalaufenthalt nach hause zurück. Ihr Vater und vor allem ihre Stiefmutter verhalten sich zimelich seltsam, weil die Schwestern ziemlich schräg drauf sind. Nachts geschehen unheimliche Dinge. Su-mi hört Schritte und sieht Bilder. Sie scheint durchzudrehen. Die Eltern sind am verzweifeln ob dem Verhalten der Schwestern. Die Stiefmutter ist ebenfalls daran durchzudrehen und geht auf die Mädchen los. Der Schluss sei natürlich nicht verraten...

Machart: "A Tale of two Sisters" setzt auf eine spannende, kalte Atmosphäre mit einzelnen sehr gut gemachten Schockeffekten. Die Szene in der die tote Frau das Bett von Su-mi besteigt, erinnert ein wenig an die Szene in "Ring" als das Mädel aus dem Fernseher steigt. Toll und sehr effektiv gemacht. Besonders auffällig ist die ausserordentlich einfallsreiche Kameraarbeit (zB die Einstellung mit dem Doppel-Spiegel im Schlafzimmer). Die Kamerafahrten sind langsam und daher ziemlich "creepy". Der Sound ist äusserst effektiv und untermalt die Grundstimmung des Films perfekt. Der Soundtrack beinhaltet hauptsächlich klassische Musik der ruhigen, melancholischen Sorte. Insgesamt erinnert der Film von der Machart her ein wenig an Takashi Miike's "Box" (Three... Extremes), das soll aber auf keinen Fall heissen dass etwas kopiert wurde. Die beiden Filme sind fast gleichzeitig gedreht worden.

Cast: Alle 4 SchauspielerInnen sind noch nicht allzu bekannt. Höchstens Kim Kap-su hat man eventuell schon in anderen Filmen gesehen (zB im Politthriller "KT"). Yum Jung-ah, welche die Stiefmutter spielt könnte als Detective Kim Mi Yun in "H" bekannt sein. Ob man sie schon mal gesehen hat oder nicht, alle 4 spielen ausserordentlich gut und kommen sehr authentisch rüber. An schauspielerischem Potential mangelt es nun wirklich keinem der vier.

Die DVD: Tartan (USA) hat eine tolle Edition rausgebracht, welche über eine tadellose Bild- und Tonqualität verfügt (ausgenommen sei der in der Fassungsübersicht erwähnte Wackler). Die englischen UT's sind gut lesbar. Eine tolle 2DVD in einer tollen Verpackung. Einziges Manko ist der etwas zu eng geratene Pappschuber, den man nur mit Mühe und Not vom DVD-Case wegbringt.

Fazit: "A Tale of two Sisters" ist ein ausgesprochen gut gemachter Horror-Trip aus den Abgründen der kranken Psyche und einer "netten Familie". Wer einen kalten atmosphärischen Horror-Thriller im Stil von "Ring" (nur besser) sehen möchte, kann beherzt zugreifen. Für Sammler von asiatischen Horror-Filmen ist der Film schlicht Pflichtprogramm. Fesselnd bis zum Ende und "scary as Hell". 9/10


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