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Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs, Der (2003)

Eine Kritik von Ultimate87 (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 14.08.2011, seitdem 240 Mal gelesen


Nach ungefähr 9 Stunden Film war mit der "Rückkehr des Königs" also die "Herr der Ringe"-Saga besiegelt (Extended Editions nicht eingerechnet). 11 Oscars allein für den dritten Teil, die allerdings weniger für den Film, als vielmehr für die Reihe als solches sprachen, die sehr, sehr viel Geld einspielte und in Sachen Tricktechnik und Ausstattung neue Maßstäbe setzte, an denen sich bis heute andere Filme die Zähne ausbeißen.

Während in "Die Zwei Türme" vor allem das Finale vorbereitet wurde, fuhr Peter Jackson für den letzten Teil alles auf, was man von einem Epos erwartete. Die größte Armee, die man auf Leinwand je bestaunen durfte, phänomenale Effekte und riesige Massenszenen, dazu imposante Sets, viel Ausrüstung und natürlich pathosgetränkte Musik von Howard Shore.
Wahrscheinlich ist "Der Herr der Ringe" das einzige cineastische Großwerk, dessen Meer aus Pathos und Kitsch man einigermaßen verzeihen kann, denn der dritte Teil drückt schon ganz schon auf die Tränendrüse (und bei manchen eher auf den Magen).
Allerdings wird dies zum Ende hin doch ein wenig zerdehnt, wenn die Verabschiedung der Gefährten eine gefühlte Stunde anhält.
Dennoch sieht man über diese Dinge angesichts der packenden und vor allem epochalen Inszenierung gerne hinweg. Manche Szenen wären bei anderen Regisseuren ordentlich nach hinten losgegangen, aber wenn Aragorn am Ende ein Lied trällert, dann kann man Peter Jackson in seiner mitreißenden Machart nicht böse sein.

Letztlich hat "Der Herr der Ringe" im Gegensatz zum vorherigen Teil keine Längen aufzuweisen, was aber auch an der Tolkien'schen Story liegt, in der nochmal einiges los ist. Ein wenig schade ist es allerdings schon, dass es Sarumans Ende nicht in die Kinofassung geschafft hat. Christopher Lee war darüber sehr unzufrieden, was man auch nachvollziehen kann. Im Gegensatz dazu visualisiert Jackson manche Stellen des Werkes ungemein gut, wie beispielsweise das Duell mit Kankra.

Am Ende kann man vor ihm und allen anderen Beteiligten der Trilogie den Hut ziehen. Was lange als unverfilmbar galt, wurde eindrucksvoll, manchmal genial, oft sehr gelungen, auf die Leinwand gebracht. Die Filme haben ihre kleinen Schwächen, insbesondere der zweite Teil, aber das Gesamtwerk stimmt. Die Kameraarbeit von Andrew Lesnie ist fantastisch, die Darsteller können erneut viele Emotionen zeigen und die Kämpfe bleiben unerreicht.

Danke dafür...


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