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Was das Herz begehrt (2003)

Eine Kritik von cheministry (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 19.02.2004, seitdem 594 Mal gelesen


Harry mag keine Frauen über 30. Dabei ist er auch nicht mehr der Jüngste. Der Mitt-60er führt ein luxuriöses Leben, ist Teilhaber an einem Plattenlabel und ständig von schönen (jungen) Frauen umgeben. Mit seiner aktuellen Flamme Marin will er ein Wochenende in den Hamptons verbringen. Bevor es dazu kommt, platzt Marins Mutter Erica rein, die das Wochenende über in dem Haus ihrer schreiberischen Tätigkeit nachgehen wollte. Nachdem sich Harry und Erica anfangs ganz und gar nicht leiden können und ein Herzinfarkt dafür sorgt, dass er bei ihr vorübergehend einquartiert wird, kommen die Beiden sich mit der Zeit näher.

Jack Nicholson kann machen was er will; was Gutes kommt dabei immer raus. So auch hier.
Die Rolle als alternder Playboy spielt er ohne Mühe, dafür aber mit ansteckender Begeisterung. Und in Diane Keaton hat er einen Gegenpart gefunden, der genauso schrullig daherkommen kann. Allerdings driftet sie gelegentlich ins overacting ab. Die Wortgefechte, die sich die beiden im Film liefern, sind großartig.
Weiterhin gibt es noch Keanu Reeves als Arzt, der sich in Erica verguckt und somit eine Art Rivale für Harry darstellt. Der "Kampf" wird allerdings nicht in den Vordergrund gerückt. Amanda Peet als Erica's Tochter sieht im Bikini zwar klasse aus, spielt aber schauspielerisch keine große Rolle. Muss man aber nicht so tragisch sehen; gegen die zwei Alten hat sie einfach keine Chance.
Romantisch wird's stellenweise auch; das bringt solch ein Film eben mit sich. Allerdings wird's nicht zu schmalzig, denn immer wieder wird mit witzigen Dialogen und Handlungen das Geschehen kommentiert. Dazu noch ein paar gute Running-Gags und die 2 Stunden vergehen wie im Flug. Fast, denn ab und an stellen sich ein paar Längen ein, die man sich hätte sparen können. Vor allem die zweite Hälfte erreicht nicht mehr das Tempo der Ersten.
Schön auch, dass die Gefühlswelt der Charaktere manchmal nicht mit Worten, sondern eher durch Symbolik dargestellt wird (zB die Szenen mit den Steinen).

Fazit:
Tolle Komödie mit einem großartigen Paar, das sehr gut miteinander harmoniert. Kleine Längen nehmen das Tempo zwar stellenweise etwas raus, dafür gibt's auch etliche Szenen, in den man heftigst loslachen kann. Etwas romantisch, etwas traurig, aber alles im Rahmen der Norm... was negativer klingt, als es beim ansehen ist! 8/10


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