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Black Scorpion, The (1957)

Eine Kritik von gizi (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 23.07.2007, seitdem 277 Mal gelesen


Dies ist wieder ein schönes Beispiel für einen gelungenen Film. Nachdem es erwiesenermassen schwierig ist einen gut gemachten Tierhorror zu erwischen und das auch noch aus dieser Zeit, bin ich sehr positiv von Black Scorpion überrascht. Es wird eine gute Grundstory serviert und die Effekte können sich echt sehen lassen. Die Stop-Motion-Effekte sind gut gemacht und die Modelle wirken nicht "malschnellwasgebastelt". Das einzige Manko, was ich an den Modellen zu verbuchen hab besteht darin, das die Tiere nicht gerade an die "Originale" erinnert. Es wird ein allzu menschliches Gesicht gezeigt. Die mehreren Augenpaare die Insekten eigentlich aufweisen sind in zwei einzelne umgewandelt worden und die im Maul auftretenden extrem spitzen Zähne sind auch nicht gerade bei diesen Tieren so ausgeprägt (falls überhaupt. so genau hab ich mir die ja auch noch nicht ansehn können :-)))) ). Die Kreaturen, die sich im Inneren der freigelegten Höhle befinden sind gut gewählt und modelliert worden. Die Kämpfe zwischen den Tieren sehen nicht sonderlich gekünstelt aus und es wird nicht auf Nahaufnahmen gepocht um der Stop-Motion zu entgehen. Den Tieren wird ein "Gebrüll" auferlegt, welches zwar im ersten Moment übertrieben wirkt, später aber kaum mehr stört und die Scorpione doch etwas bedrohlicher wirken lässt als wenn sie stumm bleiben würden. Ein kleiner Wehmutstropfen sind die Filmüberlagerungen die teilweise die Scorpione durchsichtig macht und z. B. dahinterliegende Gebäude deutlich zu sehen sind. Ein grosses Highlight hingegen ist der Endkampf in einer Arena. Der Scorpion greift Panzer an und schleudert sie durch die Luft und holt Helikopter die über ihm kreisen wieder auf den Boden der Tatsachen :-))). Bei diesen Szenen wurde sich besonders viel Mühe gegeben und das sieht man auch.

Die Darsteller sind gut gewählt und verkörpern ihre Charaktere so gut es geht. Das die Schauspieler Spass am Dreh hatten ist schon meines Erachtens nach gegeben. Unlogiken in der Story sind durch die eigentlich simple Handlung nicht vorhanden. Man wird aber unweigerlich auf das Verhalten der Charaktere aufmerksam, das zu dieser Zeit "normal" war. Prolliges Gehabe oder die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers auf die Hauptrollen lenken ist nicht gegeben.

Die Einführung in den Film beginnt mit einer ruhigen Atmosphäre in der die einzelnen Rollen (kurz aber für den Zuschauer informativ) gezeigt werden. Alles in Allem ist er aber sehr flott erzählt und weist bis auf vielleicht mal 5 Minuten keinerlei Längen auf. Die Dialoge sind einfach gestrickt, aber informativ für den Verlauf des Films. Es werden keine unnötigen ewigen Unterhaltungen ohne Sinn geführt.

Fazit: Ein richtig gutes Filmchen und für diese Zeit mit viel Spass an der Freud gedreht.


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