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10 Dinge, die ich an Dir hasse (1999)

Eine Kritik von filmimperator (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 18.05.2005, seitdem 299 Mal gelesen


Von vornherein: Ich finde diesen Teenie-Film einfach nur richtig geil (das mag evtl. mit meinem eigenen jugendlichen Leichtsinn zusammen hängen). "10 Dinge, die ich an dir hasse" bietet eine wohltuende Abwechslung zu dem sonstigen "Eine wie keine"-Einheitsbrei der Teenie-Komödien. Ihm Reife zu unterstellen liegt mir fern, aber "10 Dinge..." wirkt einfach erwachsener und spritziger als andere Vertreter dieses von Untiefen durchsetzten Genres.

Ja, ich geb`s zu: die Story ist auch hier wieder nicht sehr originell und das Happy End ist auch schon obligatorisch und abzusehen, aber dennoch weiss sich der Film von anderen Produktionen abzuheben.
Cameron (eher verklemmt als schauspielerisches Glanzlicht: Joseph Gordon-Levitt) verliebt sich in Bianca. Diese hat eine biestige Schwester namens Catherine (ungewohnt "anti": Julia Stiles), welche nicht sehr viel von Jungs hält. Deren Vater hat eine Regel aufgestellt: Bianca darf nur dann ausgehen, wenn auch Cat ein Date hat. So wird der "Schul-Rowdie" und angeblich "Enten-bei-lebendigen-Leib-Verspeiser" Patrick Verona (ebenfalls ungewohnt "anti": Heath Ledger) beauftragt, mit Cat auszugehen. Naja, es kommt wie es kommen muss: nach etlichen Irrungen und Wirrungen finden auch diese beiden zueinander...
Ja ja, nicht sehr originell, ich weiss. Aber der Film strotzt dagegen mit skurrilen und spleenigen Figuren. Allen voran ein genervter und rappender Englisch-Lehrer, eine Kitsch-Romane schreibende Direktorin und einem überkandideltem Schüler-Snob namens Bogey Lonestein (oder so ähnlich). Den obligatorischen Klischee-Streber und den Klischee-Macho gibts obendrauf.

Dass der Film auf einem Werk von Shakespeare basiert, lässt sich noch in einigen Anspielungen auf den Meister des Sonetts erkennen: in der Schule wird Shakespeare besprochen, die Freundin von Cat (auch sehr spleenig) ist von ihm fasziniert.
Auch ist "10 Dinge..." witziger geraten als die Teenie-Film-Konkurrenz: Situationskomik, witzige Charaktere, skurriler Charme und Anflüge von (Pubertäts-) Klamauk - hier ist alles zu finden, was sonst auch eine gute Komödie ausmacht.

Natürlich beeinhaltet der Film auch noch die gängigen Teenie-Film-Klischees und schlägt die obligatorischen ernsteren Töne an, aber das macht "10 Dinge.." nicht weniger amüsant und charmant. Eine wohltuende Abwechslung an der sonst so dürftigen Teeniefilm-Front.
Für mich einer der besten Filme seiner Art.


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