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Eraserhead (1977)

Eine Kritik von Sabian (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 04.10.2006, seitdem 379 Mal gelesen


Nachdem ich den Film endlich erhalten habe, konnte ich es
schon nichtmehr erwarten, mir diesen Film anzusehen! Natürlich habe ich mir den
Film im englischen Orginalton angesehen, da ich nichts von Bootlegs halte! Und
da nicht etweige Dialoge vorhanden sind ist es nicht weiter tragisch! Das war
also Lynchs Erstlingswerk..! Schon die Vorgeschichte zu diesem Film ist schon
kurios: In den 5(!) Jahren Produktionszeit, die er benötige, wurde mehrmals ein
Appell an David Lynch gerichtet, es doch bleiben zu lassen! Doch dieser blieb
hartnäckig... das Resultat: Eraserhead! Schon die Anfangsszene ist typisch
Lynch: Man sieht Henry (Jack Nance), welcher in die Ferne starrt! Dort schwenkt
die Kamera zu einem unentzifferbaren Objekt und dann wieder zu einem Mann in
einem Zug, so wie es scheint! Dies soll wohl den Zug darstellen, welcher Henry
von der Arbeit nach Hause bringen soll, einfach nur brilliant! Die Athmosphäre
ist sehr melancholisch! Alles ist so leer und trübsinnig, so fühlt sich auch
der Betrachter diese 90 Minuten lang! Jack Nance verkörpert Henry, einen
Drucker welcher durch seine schüchterne, verwirrte und ängstliche Art sehr
schnell sympatisch wird! Die Story: Tja, welche Story..Diese Frage stellt man
sich zu genüge in diesem Film! Ein Mann, der sich um sein "Kind"
kümmert vielleicht? Ich weiß es nicht wirklich..! Da wären wir bei dem
Stichwort Kind! Ich wusste schon immer, dass Genialität und Wahnsinn nah
beieinander liegen! Ein gutes Beispiel dafür ist David Lynch! Nur dieser kommt
auf die Idee, ein wurmartiges, deformiertes und abgrundtief hässliches Subjekt,
welches das Kind von Henry und seiner Freundin darstellen soll, in diesen Film
einzubauen! Bei vielen Szenen kann man Paralellen zu Mulholland Drive oder auch
Lost Highway ziehen, da im ersten Moment der typisch Lynch'sche
"Häh?"-Effekt auftritt! Die Szene beim gemeinsamen Abenessen zwischen
Henry, seiner Freundin und deren Familie, gefiel mir ganz besonders gut: Als
Henry das Hühnchen schneiden soll, tritt aus diesem eine undefinierbare Flüssigkeit
(vielleicht Blut?) aus diesem! (Vielleicht eine Metapha: Das Hühnchen soll das
Baby darstellen?) Auf jeden Fall eine typisch Lynch'sche Szene!



Fazit: Das Erstlingswerk von David Lynch! Auch damals war er so verrückt wie
heute, doch auch damals waren seine Filme genial! Ebenfalls lässt der Streifen
auch einige Fragen offen!Der Film ist nicht für jedermann geeignet und man
sollte Grundenglischkentnisse mit in den Film bringen! Für Lynchfans ein
Must-See!
9/10


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