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Duell - Enemy at the Gates (2001)
Eine Kritik von Joy (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 29.06.2002, seitdem 468 Mal gelesen
Von Jean-Jaques Annaud hätte man sicherlich mehr erwartet, aber im Großen und Ganzen ist der Film gar nicht mal schlecht. Jude Law und Ed Harris liefern sich ein überaus spannendes Duell, bei dem einem ein ums andere Mal vor Spannung der Atem stockt. Überhaupt steht das Duell zwischen den beiden Kontrahenten eindeutig im Vordergrund, denn bis auf den Angriff zu Anfang des Films (irgendwie bei "Saving Private Ryan" geklaut!) gibt es kaum größere Auseinandersetzungen, geschweige denn ein Gemetzel oder viele Explosionen.
Der Film schöpft die Spannung fast ausschließlich aus dem Duell der beiden Hauptdarsteller. Störend finde ich eingentlich die Liebesgeschichte, die zwischendurch dazu gedichtet wird, denn irgendwie passt sie in die Story nicht rein. Rachel Weisz finde ich außerdem fehlbesetzt und überhaupt (wieder kann ich meinen Vorgängern nur zustimmen) bleibt einem außer Ed Harris keiner der vielen Stars in Erinnerung. Ron Perlman vielleicht noch, der hat noch einen netten (aber leider kurzen!) Auftritt, der sehr unterhaltsam ist, aber ansonsten kann der Film mit seinen Schauspielern nicht punkten.
Macht aber eigentlich nichts, denn optisch ist der Film brillant und spannend und unterhaltsam von Anfang bis Ende! Der Film kommt zwar nicht ansatzweise an "Saving Private Ryan" oder "The Thin Red Line" heran, bietet aber dennoch zwei Stunden tolle Unterhaltung, was weniger an den Schauspielern als vielmehr am optischen Aspekt liegt.
Wofür hier allerdings 200 Millionen Mark ausgegeben wurden, ist mir ein Rätsel, denn so viel Action bietet der Film wirklich nicht, daß er ein dermaßen hohes Budget rechtfertigen würde!
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