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Into the Mirror (2003)
Eine Kritik von LJSilver (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 04.02.2004, seitdem 855 Mal gelesen
Ein super Horrorfilm aus Korea wird uns hier präsentiert.
Zuerst war ich ja etwas skeptisch. Sollte das etwa wieder so ein unerträglich langsam inszenierter Korea-Langweiler wie Whispering Corridors oder Memento Mori werden? Oder ein seichter Japan-Horror-Abklatsch? Oder gar der Versuch, Hollywood-Klassiker zu imitieren?
Um es vorweg zu nehmen: Into the Mirror hat von allem ein wenig. Aber die Mischung ist hier unglaublich gut gelungen und bietet mit dem perspektivlosen Sicherheitschef Yeong-min als Hauptfigur eine echte Identifikationsfigur zum Mitleiden!
Der Film lässt sich nicht in eine Horrorschublade stecken. Ein wenig RING, ein wenig SIXTH SENSE, ein wenig Serienkiller-Standard, ein wenig HK-Horror aka HAUNTED OFFICE und fertig ist Into the Mirror. Im Gegensatz zu z.B. Ring ist der Film nicht darauf aus, dem Zuschauer einen Schock nach dem anderen aufzutischen. Die Schockelemente sind vielmehr in eine sehr gute Kriminalstory eingebettet, die sich stetig und nicht schlagartig auflöst, einige Wendungen parat hat, und den Schauspielern viel Raum zu guten Leistungen bietet. Vielleicht auch deshalb erreichen die Schocks nicht ganz den Adrenalin-Faktor der Japan-Produktionen, was ihm leider die 10 Punkte verwehrt.
Überraschenderweise hat man bei vielen Szenen auf CGI-Effekte verzichtet und nahm statt dessen Doubles für die Spiegelszenen. Das funktioniert ganz gut, auch wenn man bei genauem Hinsehen Ab und Zu eine gewisse Bewegungsasynchronität feststellen kann.
Fazit:
Ein zugegebenermaßen überraschend toller Horrorfilm aus Korea. Die Symbiose aus japanischen, HK- und westlichen Horrorfilmen funktioniert wunderbar und bietet einen total überzeugenden Hauptdarsteller.
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