Eine Kritik von The Serpent King (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 02.01.2005, seitdem 1621 Mal gelesen
Bei „The Machinist“ handelt um ein düsteres, rätselhaftes Psychodrama der Extraklasse. Zusammen mit „Saw“ für mich das Filmhighlight des Jahres 2004.
Wir lernen Trevor Reznik kennen, dieser leidet seit längerer Zeit unter Schlaflosigkeit, inzwischen ist er schon vollkommen abgemagert. Die einzigen Lichtblicke in Trevors trostlosen Leben als Fabrikarbeiter sind die Liebesstunden bei einer Prostituierten, und die Kellnerin aus seinem Stammcafe. Als eines Tages ein Kollege durch einen von Trevor verursachten Arbeitsunfall einen Arm verliert überhäufen sich die mysteriösen Ereignisse...
Erstmal eines vorweg: Hauptdarsteller Christian Bale hätte für die Rolle seines Lebens als Trevor Reznik eine Oscarnominierung verdient wie selten jemand zuvor. Für dieses Meisterwerk hungerte er sich 30 Kilo herunter. Man erkennt Bale im Vergleich zu „American Psycho“, in dem er uns seinen Luxuskörper präsentiert nicht wieder. Bale ist so dermaßen abgemagert, dass selbst die Knochen schon klar erkennbar sind. Der Anblick ist widerlich und abstoßend. Auf alle Fälle kann mir niemand weis machen, dass Bale die Rolle nur wegen des Geldes angenommen hat. Er war fasziniert von der Idee und Story. Bale spielt die Rolle des Trevor Reznik hervorragend und absolut überzeugend. Aber auch die Nebenrollen (u.a. Jennifer Jason Leigh, Michael Ironside) sind ebenfalls bis ins kleinste Detail erstklassig besetzt.
„The Machinist“ ist ein extrem spannendes Psychodrama wie man es schon lange nicht mehr gesehen hat. Erinnerungen an diverse Lynch-Meisterwerke sind unumgänglich. Die Spannungskurve ist stetig steigend bis zur letzten Minute. Der Film ist faszinierend und fesselnd zugleich, man kommt von „The Machinist“ einfach nicht mehr los, man will unbedingt wissen: Was ist eigentlich passiert? bzw. Was sind die Ursachen? Bis zum großen, kaum vorhersehbaren finalen Knall. Es wird uns während des kompletten Films eine ultradüstere Atmosphäre geboten. Die Farben wirken deswegen auch sehr ausgewaschen und blaß. Ebenfalls perfekt inszeniert ist der morbide Soundtrack.
„The Machinist“ ist ein Film völlig abseits des Mainstreams. Deshalb wurde er leider zu unrecht nur in ganz wenigen deutschen Kinos gezeigt, in denen er auch noch sang- und klanglos unterging. Da ich dieses Meisterwerk leider auf dem Fantasy Filmfest 2004 verpaßt habe, bin ich froh, dass ich „The Machinist“ dennoch im Kino erleben durfte. Leider gibt es Filme dieser Art viel zu selten.
FAZIT:
„The Machinist“ ist ein absoluter Geheimtipp. Ein beklemmendes, ultradüsteres und sauspannendes Psychodrama der Extraklasse. Nix für ungeduldige, oder Zuschauer mit schwachen Nerven. Hat definitiv das Zeug zum Kultfilm. „The Machinist“ stimmt einem auch nach dem Genuß des Films noch sehr nachdenklich. Es gehen einem einfach zu viele Dinge durch den Kopf. Ganz klar die Höchstwertung von 10/10. Mehr davon...