Eine Kritik von PJP (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 04.03.2005, seitdem 308 Mal gelesen
Hervorragender Film mit einem hervorragenden Hauptdarsteller. Hier kommt einmal mehr die professionelle Art amerikanischer Schauspieler zum Vorschein: Christian Bale ist kaum wiederzuerkennen: Er besteht wahrlich und effektlos nur mehr aus Haut und Knochen und übertrifft damit sogar die Opferbereitschaft eines Robert de Niros in Raging Bull oder eines Tom Hanks in Cast Away.
Der Film startet gemächlich und hinterlässt in einem Minute für Minute intensiver werdenden Prozess irgendwann eine schier unglaubliche (An)Spannung (siehe Geisterbahn-Sequenz).
Sicher, die Idee ist nicht neu. Aber die Ausführung und der Protagonist sind genial.
Schlussendlich sitzt man verstört im Kinosessel, beginnt langsam die unlogischen Puzzle-Fetzen zu einem logischen Bild zusammen zu fügen und bleibt schockiert über die wahre Bedeutung zurück.
Dann sollte der Film aufhören. Tut er aber nicht. Es folgen 2 Minuten, 2 schreckliche Minuten, vollgepumpt mit einer amerikanischen Moralkeule, in der ein Quasi-Happy-End fabriziert wird und man dem Zuschauer ein vorgekautes Essen serviert. Vielleicht gehen mit diesen 2 Minuten ein paar Millionen Menschen etwas besser gelaunt nach Hause, aber ein paar Tausend werden sich darüber ärgern Schade, ein (kleiner) Wehrmutstropfen.
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