Eine Kritik von Dying Dragon (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 20.05.2005, seitdem 223 Mal gelesen
Trevor Reznick hat`s nicht leicht. Seit einiger Zeit leidet er unter permanenter Schlaflosigkeit und damit einhergehendem Appetitverlust. Dies sieht man dem armen Kerl auch an. Da würde selbst Kate Moss blass vor Neid werden. Damit aber nicht genug. Nach einem Arbeitsunfall den er verschuldet, und bei dem ein Kollege einen Arm verliert, plagen ihn zusätzlich noch Schuldgefühle und Paranoia. Was ist da los?
"The Machinist" ist kein Film für den gewöhnlichen Mainstreamliebhaber. Düster und trist die Farben, verworren die Geschichte. Da wird sich ein David Lynch in den Hintern beißen, dass ihm solch eine Geschichte nicht eingefallen ist. Sehr gelungen ist die Story jedenfalls, man will unbedingt wissen wie es weitergeht. Die mysteriösen Ereignisse häufen sich, und Trevor deckt Stück für Stück ein dunkles Geheimnis auf.
Ja, um Himmels Willen, was ist das denn? Da saß ich vorm Fernseher und starrte auf einen völlig abgemagerten Christian Bale, der mir noch von "American Psycho" gut in Erinnerung war. Hier ist er aber kaum wiederzuerkennen. Knochig und dünn wie ein Grashalm ist der Mann. Kein Wunder, nahm er doch für diesen Film dreißig Kilo ab, alle Achtung! Auch seine darstellerische Leistung ist über alle Zweifel erhaben. Die anderen Schauspieler machen ihre Sache ebenfalls gut, erwähnen möchte ich jedenfalls noch Jennifer Jason Leigh als Prostituierte, bei der Trevor Trost und Geborgenheit findet.
"The Machinist" ist endlich mal wieder ein Film zum Mitdenken und Knobeln. Zwar löst sich am Ende das Ganze auf, einiges muss man sich aber schon erarbeiten. Außerdem bietet der Streifen die wohl unheimlichste Geisterbahnfahrt in der Filmgeschichte. Genial! Was allein diese Szene für Atmosphäre verbreitet, sucht seinesgleichen! Da geb ich doch glatt 9 Punkte. Und in Zunkunft bitte mehr Filme in diesem Stil!