|
 |

Ansicht eines Reviews
Maschinist, Der (2004)
Eine Kritik von VincentBale (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 12.06.2005, seitdem 337 Mal gelesen
In der von Hollywood heutigen erschafften Welt von Remakes wohin das Auge sieht und technischen Spielereien bis auch das kleinste Detail aus dem Computer kommt, ist es immer wieder schön mit anzusehen das es kleinere Filme gibt die auch noch eine Geschichte zu erzählen haben.
So auch bei „Der Maschinist“.
Dieser kleine, aber umso bessere Beitrag von Brad Anderson, gehörte ohne Zweifel zu meinen Top 5 von 2004.
Und das nicht nur weil mit Christian Bale einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler mit dabei war.
Maschinist ist ein ruhiger Film der hin und wieder einige Höhepunkte zeigt (z.B. die Geisterbahn) und dem ein oder anderen langatmig vorkommen wird.
Zwar bekomm man am Ende des Films die Lösung geboten, man sollte jedoch schon aufpassen um dem Geschehen folgen zu können.
Wenn man sich den Film später ein zweites mal anschaut, ist es unglaublich wie viele kleine Details man für das Ende erblicken kann.
Die Story ist wirklich interessant geworden und fesselt den Zuschauer, kommt aber insgesamt nur langsam voran.
Unserem Protagonisten wird eine heile Welt vorgegaukelt die ihm dann so schnell und ohne Vorwarnung wieder entrissen wird.
Trevors Ängste und Paranoia werden perfekt auf den Zuschauer übertragen
Die Stimmung ist so die meiste Zeit ziemlich düster und verstörend.
Ausgebleichte Farben bestimmen das Bild.
Atmosphärisch gesehen ganz klar mit das beste des letzten Filmjahres.
Die finale Auflösung ist zwar noch recht überraschend, haut einen aber auch nicht gerade um.
Trotzdem war ich zufrieden damit.
Der wahre Höhepunkt des Films ist aber ohne Zweifel sein Hauptdarsteller.
Wer glaubt Tom Hanks habe für seine Rolle in „Cast Away“ ziemliche Strapazen auf sich nehmen und sich schlank hungern müssen, der soll sich mal Christian Bale in diesem Film anschauen (nichts gegen Tom Hanks, der Mann ist fantastisch, aber gegen Bale war das doch nen Klacks).
Bale hat sich extra für diesen Film über 30 Kilo abgehungert.
Das der Mann wie ein einziges Wrack aussieht ist da nur klar.
Sieht schon zum Teil etwas ecklig aus wenn er vor dem Waschbecken steht und sich auf seinem Rücken sämtliche Wirbel abzeichnen.
Wie sagt Stevie im Film so schön: „Werd nicht noch dünner, sonst sieht man dich nicht mehr“
Allein durch sein Aussehen nimmt der Zuschauer ihm seine Rolle ab.
Hinzu kommt sein fantastisches Schauspiel. Er zeigt ohne Zweifel die beste Leistung seiner Karriere.
Warum er dafür nicht mit einer Oscar Nominierung belohnt wurde frag ich mich immer noch.
Die anderen Darsteller können zwar nicht im Entferntesten an Bale heranreichen, machen aber ihre Sache dennoch gut.
Inszeniert hat Brad Anderson ohne jeglichen Zweifel gut.
Die Spannung wird stetig angehoben, aber flacht dann wieder etwas ab.
Der Zuschauer wird von der ersten Minute an gefesselt.
Die Musikalische Untermalung ist passend, aber nicht herausragend.
Fazit:
Ein sehr feinfühliges Werk von Brad Anderson.
Er nimmt sich für seinen Film viel Zeit und erzählt uns eine interessante Geschichte.
Düster, verstörend und mit blassen Farben ausgemalt ist der Film komplett auf seinen beeindruckenden ausgehungerten Hauptdarsteller Christian Bale geschnitten.
Des Rätsels Lösung ist und bleibt interessant doch hätte ein absoluter Knaller den Film die volle Punktzahl eingebracht.
Bitte mehr von so was
Wertung: 9 / 10
 | "Surprise me!" BETA |
Zur Übersichtsseite des Films Liste aller lokalen Reviews von VincentBale
Zurück
 |
 |
|