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Maschinist, Der (2004)

Eine Kritik von Jimmy Conway (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 05.12.2005, seitdem 317 Mal gelesen


Trevor Reznik leidet unter Schlaflosigkeit. Nicht etwa seit Tagen, Wochen oder Monaten, sondern seit einem Jahr gelingt es ihm nicht zu schlafen. Er fristet ein tristes und isoliertes Dasein als Fabrikarbeiter, dessen Höhepunkt eine ihm vertraute Hure zu sein scheint, die er regelmäßig besucht. Im Laufe der Geschichte spürt Trevor eine stetig wachsendes Unbehagen, dass eine Verschwörung aller ihm bekannten Leute gegen ihn laufen würde. Die sich immer verschlimmernde Paranoia mündet darin, dass er seinen Job verliert iund selbst Nachforschungen bzgl seiner Verschwörungstheorien unternimmt, die von immer neuen Botschaften an seiner Kühlschranktür begleitet werden...

Alleine die schauspielerische Leistung von Christian Bale macht diesen Film unbedingt empfehlenswert. Er hungerte sich für diese Rolle auf 55kg runter, womit er ein ernstes medizinisches Risiko einging. Er stellte damit das psychische Wrack Trevor Reznik absolut glaubwürdig dar, aber auch die anderen Schauspieler wissen in ihrem Rollen absolut zu überzeugen! Während des ganzen Films, indem man sich fragt was eigentlich auf der Leinwand vor sich geht gestaltet sich so spannend, dass man sich quasi nach einer Auflösung des Ganzen sehnt. Unterstrichen wird dies noch durch die düstere Atmosphäre, in der sich der Großteil der Handlung abspielt.
Brad Andersons Film besticht desweiteren noch durch die sehr gut durchdachte Geschichte. Wenn man sich den Film noch ein weiteres mal anschaut, wozu ich jedem raten würde, stellt man fest, dass jedes Detail, das auftaucht, einen Sinn ergibt, so dass man die Handlung des Films anhand dieses Wissens nach der Auflösung sehr gut rekonstruieren kann. Einige Elemente des Films geben sogar unbewusst Hinweise auf den weiteren Verlauf bzw die Auflösung des Films (z.B. Geisterbahnfahrt).

Sicherlich liegen bei diesem Film Vergleiche mit Memento oder sogar Fight Club nahe. Doch ich finde solche Vergleiche immer problematisch, da man dadurch dazu neigt falsche Ansprüche an einen Film zu stellen und dadurch evtl schneller enttäuscht ist. Gerade durch das Anlegen einer so hohen Messlatte; Fight Club + Memento!

Nimmt man aber den Film für sich, so ist es ein wirklich gut durchdachter und spannender Thriller, der im öffentlichen Interesse, meiner Meinung nach, viel zu kurz gekommen bzw. unterschätzt ist!!!


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