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Maschinist, Der (2004)
Eine Kritik von death metal-collector (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 18.05.2011, seitdem 240 Mal gelesen
Unter der Oberfläche...
Brad Andersons morbides Portät eines Mannes namens Trevor Reznik, hinter dessen Leiden - andauernde Schlaflosigkeit und lebensbedrohliche Unterernährung - schemenhaft eine persönliche Tragödie aus der Vergangenheit hervortritt, ist sicherlich vor allem durch die Ausstellung eines bis zur Unkenntlichkeit ausgemergelten Christian Bale populär geworden.
Doch hinter dieser oberflächlichen "Attraktion" steht vor allem die faszinierend abgebildete Geschichte um eine Katharsis, die es zu entschlüsseln gilt.
Anderson macht es einem dabei nicht leicht, da er die Vorstellungswelt des leidenden Machinisten mit abbildet, ohne sie kennbar zu machen, und durch diese Ebenen von Alptraum-Fiktion und tatsächlicher Tristesse muss man sich erst einmal durchfinden (wollen).
Der Machinist lebt; doch es bleibt unklar, ob es Reznik noch um das Erlangen endgültiger Erlösung geht, ob er noch zu hoffen wagt - oder ob nur mehr ausdauerndes Dahindämmern im Leid, das Anbieten von Sühne, geblieben ist.
Bale bietet in seiner Rolle erwartungsgemäß mehr Leistung, als die blosse Darbietung seines geschundenen, knochigen Körpers.
- Und wer sich an einem mageren Bale bzw. seiner Bereitschaft zum Extreme-Method-Acting nicht sattsehen (sic) kann, dem sei das gute Survival-Drama "Rescue Dawn" von Ausnahme-Regisseur Werner Herzog empfohlen, wo Bale, erneut klapperdürr, durch die Botanik Vietnams wankt.
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