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Maschinist, Der (2004)

Eine Kritik von cheministry (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 27.07.2004, seitdem 1032 Mal gelesen


Inhalt:
Trevor Reznik (Christian Bale) hagt einen eintönigen Job- Jeden Tag steht er in einer Fabrikhalle und bedient eine Maschine. Der abgemagerte und an Schlaflosigkeit leidende Arbeiter bezieht seine Lichtblicke aus der Bekanntschaft zu der Prosituierten Stevie (Jennifer Jason Leigh). Zwischen den Beiden ist mehr als nur das "Arbeitsverhältnis". Auch zieht is ihn immer wieder ins Café des Flughafens, in dem er mit der Bedienung Marie (Aitana Sánchez-Gijón) spricht. Als es an seinem Arbeitsplatz zu einem von ihm verschuldetem Unfall kommt und ein Kollege dabei den Arm verliert, häufen sich merkwürdige Dinge. Trevor findet in seiner Wohnung Post-Its mit einem Hangman und ein undurchsichtiger Mann namens Ivan infiltriert sein Leben auf unangenehme Weise.

Der Film beschäftigt auch noch nach dem Kino. Die Geschichte, die normal beginnt und einem Drama gleicht entwickelt sich zu einem Mystery-Thriller, der überraschend und vielschichtig ist. Christian Bale als dürren Arbeiter zu sehen ist gewöhnungsbedürftig und bewundernstwert; er hungerte sich für die Rolle 30 Kilo runter. Sein Spiel ist über jeden Zweifel erhaben und macht ihn zu einem der vielseitigsten und besten Darsteller unserer Zeit. Auch die Nebenrollen sind gut besetzt und werden von Jennifer Jason Leigh, Aitana Sánchez-Gijón und John Sharian glaubwürdig dargeboten. Wobei letzterer als der mysteriöse Ivan noch hervorzuheben ist.
Trevor verfällt immer mehr seiner Paranoia und des Verfolgungswahns; sie treiben ihn gar in die Selbstverstümmelung. Doch das alles macht am Schluss Sinn. Zumindest für den Zuschauer. Denn lässt man den Film nach verlassen des Kinos nochmal Revue passieren, fügt sich das Puzzle zusammen und es tritt noch der ein oder andere Aha-Effekt auf. Wer klebt die Post-It's in seine Wohnung? Warum scheint es immer die gleiche Uhrzeit zu haben?
Die kalte Optik mit ihren tristen Farben spiegelt eindringlich Trevors Welt wieder. die Inszenierung leistet sich nur geringfügige Schnitzer. Sie besteht zu bestimmten Zeitpunkten einfach zu sehr darauf, dass der Zuschauer es versteht. Das ist aber nicht sonderlich ärgerlich. Auch der Streicher-Soundtrack ist an wenigen Stellen aufdringlich.

Fazit:
Beeindruckende Darstellerleistung, spanndender Thriller und ein Drama, dass den Kopf nicht so schnell wieder freigibt. Für jeden, der etwas mit düsteren Vertretern dieser Genres was anfangen kann, sollte der Film zum Pflichtprogramm gehören.


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