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Sado - Stoß das Tor zur Hölle auf (1979)
Eine Kritik von Dr. Phibes (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 31.03.2007, seitdem 1120 Mal gelesen
Joe D’Amato aka Aristide Massaccesi hat ja so eine Heuler gedreht, man denke nur an „Antropophagus“, welcher über weite Strecken ziemlich langweilig war, aber dennoch einige harte Effekte zu bieten hatte. Genau so verhält es sich bei „Buio Omega“, der inhaltlich fast noch dümmer ist und effektmäßig nicht weniger ekelerregend ist.
Frank Wyler hat es nicht leicht. Eltern hat er nicht mehr und seine Freundin Anna liegt todkrank im Krankenhaus. Daher kann er sich nur seinem einzigen Hobby, Tiere zu präparieren, widmen. Unterstützung erhält er nur von seiner Haushälterin(?) Iris.
Diese sagt ihm auch ziemlich spät, dass er schnell ins Krankenhaus fahren soll, da es Anna merklichschlechter geht. So schafft er es gerade noch, einige Worte mit Anna zu wechseln, bevor diese stirbt.
Von da an stimmt etwas in Franks Kopf nicht mehr. Schon vor der Beerdigung präpariert er Annas Körper, so dass er sie in der kommenden Nacht ausgraben kann. Er nimmt Anna mit in sein Haus, wo er sich erst mal fachmännisch präpariert, damit sie ewig bei ihm ist. Dies bringt Frank in einige Schwierigkeiten. Er bringt Frauen um, die er dann mit Iris entsorgen muss. Als irgendwann Annas Zwillingsschwester Elena vor Frank steht, dreht dieser vollkommen durch (und nicht nur er, eigentlich alle)...
„Buio Omega“ genießt nicht nur durch seine Beschlagnahme einen gewissen Ruf in Deutschland. Effekte, ziemlich hart an der Grenze, so wurde der Film betitelt und es sei doch erst 21 jährigen empfohlen, sich diesen Film anzuschauen.
Wie eigentlich immer wird hier maßlos übertrieben, denn so viele Szenen bietet „Buio Omega“ nicht.
Kommen wir zunächst zur Story. Praktisch ist sie nicht vorhanden, wer auch immer dieses Drehbuch geschrieben hat, hat es wohl zum ersten Mal getan. „Buio Omega“ strotzt vor Logiklöchern und inhaltlichen Fehlern, so dass einem beim fünften Mal es schon gar nichts mehr ausmacht. Man ist ja einiges gewohnt aus italienischen Filmen, doch D’Amato setzt dem allem hier die Krönung auf.
Großartig ist die Rolle des Bestattungsunternehmer, der im ganzen Film Frank verfolgt, beweise sammelt, im Endeffekt aber weder die Polizei einschaltet noch irgendwas anderes. Seinen großen auftritt wird er aber noch haben, was auch immens unlogisch und idiotisch ist.
Auch die anderen Darsteller sind nicht wirklich das gelbe vom Ei. Hauptdarsteller Kieran Canter hat nur einen Gesichtsaudruck, den er beharrlich beibehält. Cinzia Monreale hat eh nichts anderes zu tun, als tot im Bett zu liegen. Franca Stoppi als ebenfalls nicht minder wahnsinnige Iris bringt auch nur das, was die Rolle hergibt, nämlich nicht viel.
Viele Fragen bleiben in „Buio Omega“ offen, die nie geklärt werden, aber auch nicht wirklich interessieren. Hinzu kommen die massiven Logiklöcher und teilweise vollkommen idiotische Szenen. Die Beziehung von Frank und Iris (oder wie auch immer man es nennen soll), bleibt vollkommen unverständlich und spiegelt sich nur in eine Art einem Sohn-Mutter-Komplex wieder.
OK, die Story ist mehr als Banane, dafür hat D’Amato bei den wenigen Effekten teilweise richtig Gas gegeben. Da wird voll draufgehalten, wenn Frank seine Freundin „präpariert“, eine Frau in Einzelteile zerlegt wird und alles in ein Säurebad geschmissen wird. Natürlich noch alles selfmade Effekte der italienischen Art, die nicht immer 100%ig aussehen, aber ihre Wirkung bei weitem nicht verfehlen. Die Effekte sorgen natürlich auch dafür, dass der Film relativ schnell beschlagnahmt wurde.
Der Score von „Buio Omega“ stammt wie bei so vielen italienischen Filmen Ende der 70er und Anfang der 80er von der Gruppe Goblin. Wenn man schon nicht viel Gutes über „Buio Omega“ sagen kann, dann aber wenigstens über die Musik.
Fazit: „Buio Omega“ ist eigentlich filmischer Unfug, der seinem Ruf mal fast wieder nur durch seine Beschlagnahme gerecht wird. Schauspieler, die kaum Talent haben und bei diesen Rollen auch keine brauchen. Die Story ist hanebüchen mit diversen Fehler und Logiklöchern und vielen unfreiwillig komischen Szenen. Überzeugend sind da nur der Goblin-Score und die wenigen Effekte. So ist „Buio Omega“ nur ein Film für italienische Hardcore Fans wie mich, die auch solchen Filmen noch was abgewinnen können (ähnlich wie bei „Patrick vive ancora“, einer ähnlich schlechten italienischen Bombe). Fans von italienischen Filmen dieser Machart müssen „Buio Omega“ natürlich gesehen haben, der Rest wird sich verständlicher Weise angewidert abwenden und/oder sich die Haare bei dieser albernen Story raufen.
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