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Sado - Stoß das Tor zur Hölle auf (1979)
Eine Kritik von Graveworm (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 03.10.2008, seitdem 374 Mal gelesen
Joe d’Amato schuf 1977 mit „Sado – Stoß das Tor zur Hölle auf“ einen richtigen Schocker, der von der handwerklichen Seite her, sicherlich einer seiner besten Filme ist.
Frank wird mit dem Tod seiner Verlobten nicht fertig und beschließt ihre Leiche aus dem Grab zu stehlen und diese entsprechend zu präparieren. Allerdings bleibt seine Tat nicht lange unentdeckt. Jeder (oder eher jede), der hinter sein Geheimnis kommt, muss auf grausame Weise sterben. Als dann auch noch die Schwester seiner Verlobten in der Tür steht, eskaliert die Situation vollständig.
Joe d’Amato hat mit „Sado – Stoß das Tor zur Hölle auf“ einen wirklich schwer verdaulichen Film geschaffen. Allein die Thematik der Leichenschändung ist schon nicht jedermanns Sache. Die wirklich gelungenen Effekte sorgen dann zusätzlich dafür, dass der Film auch heutzutage noch harter Tobak ist.
Von der Atmosphäre her (auch der deutsche Synchro zu verdanken), erwartet den Zuschauer ein waschechter Italo-Schmuddelfilm. In kühlen und nüchternen Bildern wird Franks Geschichte erzählt. Alles wirkt bedrückend realistisch, ohne auflockernden Humor oder ein sich abzeichnendes Happy End. Musikalisch untermalt wird der Film durch die Musik von Goblin, die hier zwar nicht ihren besten Soundtrack ablieferten, aber es schaffen die Atmosphäre passend zu unterstreichen.
Von der Handlung her, hat der Film aber leider deutliche Schwächen. Die Geschichte wird zu langatmig erzählt. Teilweise werden Handlungsstränge nur angedeutet oder wirken fehl am Platze. So kommt beispielsweise der Erpressungsversuch des Leichenbestatters nicht so richtig in die Puschen und verläuft eher im Sande. Die Einarbeitung der Opfer in den Film wirkt auch alles andere als rund oder auch nur halbwegs realistisch. Sofort ist klar, dass einem in diesen Szenen nur weitere Opfern vorgestellt werden. Nichtsdestotrotz bietet der Film, vor allem wegen der hervorragenden Atmosphäre, dem Genrefan gute Unterhaltung.
Fazit: „Sado“ ist auch heute noch, trotz einiger Einschränkungen im Drehbuch, ein ordentlicher Schocker. Der Film hat nicht viel von seinem Schrecken eingebüßt und ist daher auch heute eher etwas für die harte Fraktion. Ein Blutbad im eigentlichen Sinne sollte aber niemand erwarten.
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