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A*P*E (1976)
Eine Kritik von brainbug1602 (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 11.12.2005, seitdem 745 Mal gelesen
Irgendwo auf hoher See befindet sich ein Schiff mit einer gefährlichen Ladung: Einem riesigen Gorilla, der zwecks allgemeiner Erheiterung direkt nach Disneyland verschifft werden soll. Davon nicht gerade begeistert schafft er es, sich zu befreien und nach einem Kampf mit einem Hai fasst er in Südkorea Fuß und hinterlässt eine Spur der Verwüstung...
Riesengorilla? Disneyland? Korea? Ich habe schon diverse Monsterfilmchen gesehen, aber A*P*E stellt wirklich alles in den Schatten und gilt durchaus als heißer Kandidat für den Posten als schlechtester Riesengorilla/Monsterfilm ever. Dagegen wirkt „Rückkehr des King Kong“ wie ganz großes Kino.
Den „Gorilla“ kann man 100 Meter gegen den Wind als Typen im Affenkostüm identifizieren. Gut, bei den Godzilla Filmen mag es auch nicht viel anders sein, aber bei A*P*E sieht das Affenkostüm wirklich aus, als hätte man es irgendwo aus dem Altkleidercontainer der Caritas gefischt. Zudem läuft der gute Mann durch die Gegend als müsst er gerade schwer kacken gehen.
Aber zurück zur Story *öhm* wenn man das so nennen mag. Etwas angepisst von seinem geplanten Zwangsausflug ins Disneyland befreit unser haariger Freund und lässt erstmal den Kutter explodieren. Wieso und warum dieser explodiert tut nichts zur Sache, Hauptsache ein paar popelige FX sind eingebaut. Nach einem Kampf mit einem (riesigen ? – nicht wundern, die Relationen in den Film passen nicht wirklich) Hai, macht der Affe erstmal irgendeine Fabrik in Korea platt und stapft weiter Landeinwärts. Aber halt. Da fehlt doch noch was? Genau: ein smarter US-Sonnyboy, der die hilflosen Koreaner von dem bösen Monstrum rettet und später auch die Militäraktion mitkontrolliert (dämlich, wa?). Diesen Part übernimmt Tom Rose, seines Zeichens Reporter, der seinen Freundin Marilyn Baker, die in Korea einen Film dreht, besucht. Dieser ominöse Film besteht anscheinend nur aus Rape-Szenen, denn sobald die Kamera läuft flüchtet die gute Marilyn vor ihrem Vergewaltiger. Während Marilyn also ihr Schmuddelfilmchen dreht, stapft der böse Gorilla landeinwärts, zerstört hier etwas, da etwas und verscheucht die Landbevölkerung. Die Regierung tut dies als Hirngespinst ab. Das Stichwort für unseren US Colonel Davis Marke: Stereotyp F22-B. Von seinem Büro aus koordiniert er die Maßnahmen zur Affenbekämpfung, blickt grimmig in die Kamera und flucht vor sich her. „Langweilig, kenn ich doch schon alles“, wird der ein oder andere denken, aber weit gefehlt: Dies alles ist dermaßen mies in Szenen gesetzt, dass man aus dem Lachen nicht mehr rauskommt. Die Miniaturbauten sind alles in allem relativ solide, wenn denn die Relationen passen würden. Allerdings sind die Schnitte Bauten <-> echte Szenen katastrophal. So fährt ein Bauer mit seinem Truck in einen Fußstapfen des Affen, aber den Affen selbst, der 50 Meter vor ihm steht nicht. Ähnlich spielt sich auch auf einem Kinderspielplatz ab. Ein echter Knaller ist die Marilyn Puppe, die der Affe ab und an in seiner Hand durch die Gegend trägt. Ein roter Stofffetzen und ein paar gelbe Schnüre als Haare, fertig ist die Puppe. Der Affe selbst ist nie mit Menschen im Bild. Da hatte King Kong und die weiße Frau ja bessere FX.
Damit noch ein paar Emotionen in den Film kommen, gibt es natürlich die altbekannte Beziehung Riesenaffe <-> Frau, in diesem Fall Marilyn. Muss ich erwähnen, dass diese auch sehr haarsträubend in den Film eingebaut wurde und auch dementsprechend fehlplaziert wirkt?
A*P*E ist kolossaler Schwachsinn. Miese FX, miese Darsteller, dämlich bis zum geht nicht mehr, aber gerade deswegen so verdammt unterhaltsam.
7/10
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