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A*P*E (1976)

Eine Kritik von Elena Marcos (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 25.10.2007, seitdem 635 Mal gelesen


Was ist das ? Ein koreanischer Film aus den 70er ? Ein Riesenaffe fällt über Seoul her und macht alles platt ? Nun, wenn man an alte japanische Godzilla – Filme denkt, dann hat man vielleicht den Hauch einer Ahnung, um was es bei A*P*E geht. Aber – die Wahrheit ist anders – schlichtweg unglaublich... Man muss es gesehen haben, um es zu glauben... Der gefangene Riesenaffe soll als Attraktion nach Disneyland verschifft werden – was der Affe allerdings nicht so toll findet. Er bricht aus und hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Soweit klingt die Story des King Kong Verschnitts nicht neu – aber die Umsetzung ist das schärfste, was ich seit langem auf dem Trash - Sektor bewundern durfte. An dem Film stimmt nämlich gar nichts. Die Größenverhältnisse variieren von Szene zu Szene – einmal stapft der Riesenaffe durch Modellstädte und Dörfer (um macht natürlich alles kaputt), dann kämpft er mit Schlangen und Haien (genial!) – die genauso groß sind wie er. Entweder sind im Korea alle Tiere Monstermutationen – oder der Affe schrumpft. Nun – der Schauspieler ist echt Gold wert. Er hampelt durch die Kulissen und fuchtelt unentwegt mit den Armen rum (Ist der auf Drogen ?). Entweder ist der von einem genialen „Rave“ gekommen – oder er übt tatsächlich einen neuen Tanz ein... Nun früher gab es den Ententanz – warum sollte man nun nicht den „Affentanz“ kommerzialisieren ? Mal abgesehen davon, dass der Affe sich nicht wie ein Affe verhält (die Stinkefinger - Szene ist legendär!) sondern wie ein Schauspieler in einem Affenkostüm, können auch die geloopten Affen-Schreie jede Illusion im Ansatz ersticken. Die Schauspieler sind zwar alle unterste Schublade – aber die geniale deutsche Synchro macht aus dem Mega – Trash ein 10 Punkte Film Erlebnis. Wir hören unter anderem Gottfried Kramer (Europa – Hörspiel Legende) als amerikanischen General, der während des ganzen Filmes rumflucht und die Jagd auf den Affen vom Schreibtisch und Telefon aus organisiert („Der Affe bekommt in diesem Land sowieso kein Visum!“). Den koreanischen Polizei Captain spricht (ebenfalls Europa – Hörspiel Legende und „Commander Perkins“ Sprecher) Host Stark, der dem Asiaten einen echten Wiener Akzent gibt („De blöde Aff´“). Wen es bei den blöden Sprüchen und der Synchro nicht zerreißt, der hat echt kein Herz für Affen! In dem Film gibt es quasi jede Minute etwas, was nicht passt. Der konsequente Einsatz von Modellen zeigt, dass die Filmemacher alles wohl von vorneherein nicht ernst genommen hatten. Wenn der Affe die Hauptdarstellerin entführt, rennt er mit einer klar erkennbaren Puppe in der Hand rum – oder steigt über Plastik - Kühe, die mit dem Schwanz wedeln... Also – wenn man sich die Halloween Horror Box holt (denn da ist der Film drin), dann wohl wegen dem Kultklassiker „Nachts, wenn die Leichen schreien“. Aber nach dem Genuss von A*P*E, kann ich echt jedem empfehlen – legt euch die Box schon allein wegen DEM Film zu... Einer der zehn besten Top – Trashfilme aller Zeiten!


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