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A*P*E (1976)
Eine Kritik von Funeralthirst (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 18.01.2009, seitdem 222 Mal gelesen
In einer finstren Nacht entkommt ein 12 Meter grosser Riesengorilla aus seinem Käfig, in dem er auf hoher See in einen Zoo transportiert werden soll. Nachdem er das komplette Schiff kenterte, zieht er aufs Land und verwüstet ganze Städte und Dörfer einer koreanischen Landschaft. Doch damit nicht genug, so verliebt sich der wütende Riesengorilla in die Schauspielerin Marylin, die er wenig später in seine Gefangenschaft nimmt.
A*P*E von 1976 ist die koreanische Antwort auf das ebenfalls 1976 abgedrehte REMAKE King Kong. Das sich dabei aber APE oder Attack of the giant horny gorilla in die Sparte Trash gesellt, dürfte einige zufrieden stellen, vorallem wenn man an ähnlichen Tierhorror aus koreanischen oder japanischen Ländern denkt. Dieser Plagiatfilm wurde astrein abgekupfert, gnadenloser B-Movie dem man sofort ansieht, das hierbei wesentlich weniger Budget zu Verfügung stand als dem Hollywoodvorbild. Klar, man lässt sich drauf ein, weil man eben anspruchslose und vorallem charmant trashige Unterhaltung erwartet. Und so kommt es dann auch, wie es kommen muss. Ein nettes Affenkostüm, viele viele Modellstädte aus Pappe und ähnlich leicht zestörbaren Material und eine Synchronisation die einen im Sessel vor Lachen erzittern lässt. Hinzu gesellen sich herrlich abgedrehte Charaktere. Mal alles mehr oder weniger freiwillig komisch und aber auch mal dezent unfreiwillig komisch. Freiwillig unterhaltsam sei dazu mal erwähnt, sind wohl jene Szenen, in denen der leicht hyperaktive Riesenaffe mit seinen Armen und Beinen rumhantiert als würde er einen neuen Tanz erfinden wollen. Szenen, in denen der Affe vom Militär bombadiert wird und er die Plastikhubschrauber gegen Felsbrocken schläudert und daraufhin seinen Mittelfinger ausstreckt sind herzerweichend charmant. Zur Synchro: Anfangs typisch B-Movie mäßig recht unmotiviert und unbeholfen und eher drittklassig käsig entfalter sich dies als reiner Spass, vorallem wenn Captain Kim (ein Koreaner), mit bayrischen oder Wiener Dialekt auftritt. Herrlich. Klar, APE, ist garantiert ein anspruchsloser Film,der sich über weite Strecken eigentlich weniger ernst nimmt. Letzendlich hat man aber 80 Minuten charmante und kurzweilige Unterhaltung mit Pappstädten, einem lustigen und vorallem lustig keuschenden Riesenaffen und mehr oder weniger dämlichen Charakteren.
Fazit:
Tierhorrortrash aus Korea wie man ihn sich vorstellt. Trash bis über beide Ohren. Wer die alten Godzillafilme liebte, verneint auch dieses Werk nicht, vorallem wenn man mal eine eher anspruchslosere Version von King Kong sehen will. Etliche Paralellen und Anspielungen werden auch hier ohnehin nicht ausgelassen.
Solide 6,5/10
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