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Im Feuer (2004)

Eine Kritik von zeckpetzki (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 22.06.2009, seitdem 241 Mal gelesen


Es lebe der amerikanische Feuerwehrmann…21.06.2009

Jack ist Feuerwehrmann in Baltimore, ein erfahrener Kämpfer gegen die Flammen, mit Medaillen dekoriert, mutig, seinen Arbeitskollegen ein guter Freund, seiner Frau ein guter Mann und den beiden Kindern ein feiner Vater. Leute wie er sind stellvertretend für den guten Amerikaner zu sehen, und wir wissen, daß ohne die mutige Arbeit von Jack und seinen Kollegen viele Menschen ihr Leben lassen müßten. Doch diese Arbeit ist nicht ungefährlich – eines schönen Abends brennt eine riesige, mehrstöckige Lagerhalle. Jack gelingt es, einen Überlebenden zu retten, er wird aber selbst verschüttet. Während er auf Rettung wartet, zieht sein bisheriges Leben an ihm vorbei. In der Zwischenzeit versucht sein Captain alles, um den Mann zu retten, der sich dann auch in einen vom Feuer zunächst unbedrohten Kontrollraum durchschlagen kann.

Aber das reicht nicht! Es gibt kein Happy-End! Wie ungewöhnlich…zehn Minuten vor Filmende diskutierte ich mit meiner Liebsten darüber, ob Jack es nun schafft oder nicht, und wir beide waren uns einig – er schafft es, denn wir wohnen dem amerikanischen Heldenkino bei, welches niemals Verluste von Hauptfiguren zu verzeichnen hat, außer, die väterlichen Ausbilder opfern sich für ihre Zöglinge. Aber das hätte hier bedeutet, John Travolta sterben zu lassen – und das geht angesichts dessen Religionsgruppe schon mal gar nicht. Es ist aber völlig egal, wie es mit Jack nun ausgeht, denn der Film läßt sich genau die richtige Menge Zeit, um sein Leben zuschildern, samt aller Höhepunkte und Tiefschläge. Das macht einfach richtig Spaß, ist natürlich ein Heldenhohelied, aber prima inszeniert und in den Brandsequenzen wunderbar hingetrickst.

Zudem sind die Darsteller auf der Höhe, Phoenix und Travolta in den Hauptrollen gut aufgelegt, die Lebensgeschichte von Jack ist interessant und normal genug, um nachvollziehbar zu sein und zudem ist in einigen Szenen auch eine angenehme und auflockernde Prise Humor mit an Bord. Natürlich achtet man seit „Backdraft“ vor allem auf die Inszenierung und technische Umsetzung der Brandsequenzen, und auch da kann man hier nicht mäkeln, alles ist fein sauber getrickst und ohne zu offensichtliche Unterstützung durch den Rechenknecht gemacht. Natürlich ließe sich jetzt die Lobpreisung des Feuerwehrberufs ankreiden, aber wir wissen, daß jede Einheit im US-Kino ihren Heldenfilm spendiert bekommt, also weiß man als Betrachter, worauf man sich einläßt. Egal ob Navy-Seals, Wasserwacht oder Feuerwehr, diesen Menschen muß man als US-Bürger Hochachtung zollen. Das ist nun einfach so, also sollte man diesen Aspekt kritiklos hinnehmen, denn dann sieht man eine vorzüglichen, jederzeit spannenden und sympathischen Film.Und was bleibt haften? Ein Fehltritt kann den Tod bedeuten…9/10.


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