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Über dem Jenseits (1981)

Eine Kritik von Der Pate (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 21.06.2009, seitdem 434 Mal gelesen


Ich denke mal man kann schon von vorn herein sagen das dem italienischen Horrorspezialisten Lucio Fulci ("Woodoo", "Ein Zombie hing am Glockenseil") nach eher vielen missglückten bis durchschnittlichen Arbeiten mit "Die Geisterstadt der Zombies" (auch bekannt unter dem Titel "Über dem Jenseits") im Jahre 1981 sein wohl mit Abstand bester Film gelungen ist, das zudem noch zu den herausragendsten italienischen Produktion gilt.

Doch nun zur Handlung des Films dessen  Geschehnisse zur erst in der Vergangenheit stattfinden. Schon oft haben Einheimische den alten Maler gewarnt, der in dem Haus an der Küste immer wieder Bilder von dem Jenseits malte und mit dem Teufel in Verbinding stehen soll. Eines Nachts tun sich alle Bewohner zusammen und bringen ihn auf bestialische Art und Weise um. Im Keller des Hauses wird er eingemauert und vergessen, wo nur das Buch aus dem Jenseits an die Geschehnisse erinnert. Die junge Lisa (Katherine MacColl) und ihr Freund Martin (Michele Mirabella) kaufen das alte Haus um ein Hotel daraus zu machen. Doch mit der Zeit häufen sich die grausamen, mysteriösen Vorfälle. Zusammen mit Dr. John McCabe (David Warbeck) kommt Lisa hinter das schreckliche Geheimnis.

Man muss kann kein Prophet sein um zu sagen das dieser Film eine Offenbarung im italienischen Kino darstellt. Lucio Fulci begeistert in seinem Klassiker den Horrorfan mit einer bedrückenden und düsteren Atmosphäre, welche besonders bei der Gestaltung des Jenseits' apokalyptisch zur Geltung kommt und zur damaligen Zeit einfach fantastisch umgesetzt wurde. Zudem wurden die expliziten Gewaltdarstellungen wie z.B. die Szene in der ein Maler an die Wand genagelt und gefoltert wird, Säure im Gesicht oder auch bis hin zu den Vogelspinnen, lange und deutlich gezeigt, sodass man sich als Splatterfreund nicht beschweren kann. Natürlich sind diese Gewaltdarstellungen effektmäßig im Vergleich zur heutigen Zeit etwas "billig" ausgefallen aber auf Grund der damaligen Verhältnisse immer nocht toll umgesetzt wurden und dieses daher auch zu verschmerzen ist.
Desweiteren wurde der ganze Soundtrack stimmungsvoll umgesetzt und an den richtigen Stellen in der Handlung eingesetzt, sodass man hier von einer mehr als gelungenen, zum Teil schon fantastischen, Filmmusik sprechen kann. Die schauspielerischen Leistungen der Darsteller sind zwar nicht berauschend aber immer noch akzeptabel, sodass das der geneigte Zuschauer auch hier zufrieden sein kann.

Fazit: Mit "Die Geisterstadt der Zombies" hat Italiens bekanntester und wohl umstrittenster Regisseur Lucio Fulci einen beeindruckenden Film inszeniert, das vor allen Dingen mit seiner Atmosphäre und dem tollen Score punkten kann und somit sein bestes Werk darstellt.


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