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Dawn of the Dead (2004)

Eine Kritik von Adalmar (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 02.04.2005, seitdem 1884 Mal gelesen


Handlung:

Eine Zombieseuche bricht aus, und hastenichgesehen sind alle bis auf wenige handverlesene Individuen infiziert und tragen sich mit der Absicht, die Überlebenden anzufressen. Ein paar Leute flüchten sich in ein Kaufhaus - werden sie von dort jemals entkommen können???

Wie schon das Original finde ich diesen Film ziemlich unerfreulich. In beiden Filmen gibt es im Grunde nur sehr wenig Handlung, dafür um so mehr dumme Sprüche und Zombiegeballer. Was an Handlung vorhanden ist, kann man leider nur als von vorne bis hinten hanebüchen bezeichnen. Mit den Figuren inklusive der Schauspieler wird man wegen ihres nicht nachvollziehbaren Handelns allesamt nicht warm, sofern sie nicht schon von vornherein den Haß des Zuschauers auf sich ziehen.
Daß in Zack Snyders Neubearbeitung des Themas Zombies jetzt rennen können, macht den Film nicht gut - an früheren Zombiefilmen war ja gerade der scheinbare Widerspruch interessant, daß die lebenden Toten viel langsamer sind und die Lebenden schließlich trotzdem erwischen. So wirken die Zombies einfach mehr wie Menschen.
Der Film laviert insgesamt zwischen Ernst und Komik hin und her, so sorgen z. B. das Schicksal des Vaters und seiner Tochter sowie die einfach nur geschmacklose Szene mit dem Baby für eine gewisse Bestürzung, während die dümmlich eingesetzte, alberne Musik und die Prominenten-Szene dies konterkarieren, so daß man sich fragt, was dieser Film eigentlich will.
Des weiteren fällt wieder mal die typische amerikanische Baller- und Waffenbesessenheit auf. Das Laden und Betätigen von Schußwaffen wird von der Regie pompös durchinszeniert. Das Schießen auf Zombies wirkt zuletzt nicht als notwehrhafte Selbstverteidigung, sondern eher als unterhaltsamer Freizeitsport, spätestens dann, wenn unterbelichtete Äußerungen wie "Guter Schuß" fallen. Es ist nicht gerade unwahrscheinlich, daß in US-amerikanischen Köpfen die Zombies durchaus mit den Bewohnern irgendwelcher heutiger oder ehemaliger "Schurkenstaaten" gleichgesetzt werden.
Von den regelmäßig vorkommenden blutigen Effekten mag sich der eine oder andere unterhalten fühlen, aber insgesamt bleibt der schale Nachgeschmack eines Films, der wenig mehr zu bieten hat als hektisches Gerenne, Ballerei und grelle Farben.


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