Eine Kritik von Adam Kesher eingetragen am 16.03.2005, seitdem 1072 Mal gelesen
Nach der Totgeburt seines Sohnes entschließt der US-Botschafter Robert Thorn (Gregory Peck) sich schweren Herzens zu einer anonymen Adoption, die seiner Frau (Lee Remick) und ihm das lang ersehnte Kinderglück bescheren soll. Doch wenige Jahre später ereignen sich um den kleinen Damien (Harvey Stephens) furchtbare Todesfälle…
Nicht ganz ungeschickt erzeugt Richard Donner mit bewährten okkulten Versatzstücken eine bedrohliche Atmosphäre, die über all dem Glück und Reichtum Tod und Verderben auszuschütten verspricht. Leider erschöpft sich die Menschwerdung von Teufels Sohn in einer banalen übernatürlichen Intrige, die den Antichristen als Agenten des Bösen in eine gesellschaftspolitisch bedeutende Position einzuschleusen versucht. Nicht auf den menschlichen Kern hat er es abgesehen, sondern auf die politische Hülle. Die eingearbeiteten Vorbehalte gegen Elite- und Machtdenken mögen den Nerv der Zeit getroffen haben, können in ihrer Einfalt aber selbst anspruchslose Vorstellungen vom absolut Bösen kaum ausfüllen.
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