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Spiel mit dem Feuer (1995)

Eine Kritik von horror1966 (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 21.05.2009, seitdem 289 Mal gelesen


Die attraktive Kriminalpsychologin Dr. Sarah Taylor ist beruflich erfolgreich, doch mit Männern hat sie kein Glück. Das scheint sich zu ändern, als sie den charismatischen Ex-Cop Toni Ramirez kennenlernt und mit diesem ungeahnte sexuelle Ekstasen erlebt. Kurz darauf geschehen jedoch mysteriöse Dinge. Jemand schenkt Sarah verwelkte Blumen, ihre Katze wird ermordet und kurz nachdem sie gebadet hat, fällt plötzlich der elektrische Heizlüfter ins Wasser. Völlig verängstigt, engagiert Sarah einen Privatdetektiv.


Es gibt immer wieder Filme, die leider nicht die Beachtung finden, die sie eigentlich verdient hätten, dieser hier zählt meiner Meinung nach dazu. Leider kommt "Spiel mit dem Feuer", so der deutsche Titel des Films, auch meist bei den Kritiken nicht unbedingt gut weg, was für mich absolut unverständlich ist, handelt es sich hier doch um einen wirklich gelungenen und spannenden Psycho-Thriller. Sicherlich gibt es auch bessere Genre-vertreter, aber doch auch jede Menge, die weitaus schlechter geraten sind.

Die hier erzählte Geschichte ist sehr spannend und baut auch im Lauf der Zeit eine immer dichter werdende Stimmung auf, die teils bedrohliche Ausmaße annimmt, was automatisch dafür sorgt, das die Aufmerksamkeit des Betrachters zu keiner Zeit nachlässt. Besonders haben mir die eingebauten Wendungen der Story gefallen, die zwar sicher nicht unbedingt neu sind, denn das Gezeigte hat man durchaus so, oder in ähnlicher Form schon einmal irgenwo gesehen, aber dennoch einen Überraschungseffekt beinhalten, den man nicht unbedingt vorhersehen konnte. Man wird schon recht gut in die Irre geführt und beschreitet bei der eigenen Suche nach dem Täter den ein oder anderen falschen Pfad, bevor sich einem dann die endgültige Lösung des Ganzen präsentiert.

Vor allem die beiden Hauptdarsteller Antonio Banderas und Rebecca De Mornay sorgen hier durch ihr Schauspiel dafür, das die Geschichte autenthisch und glaubhaft wirkt. Vor allem der etwas tiefere Einblick in den Charakter der Sarah, der sich dem Zuschauer mit der Zeit eröffnet, ist doch sehr interessant und trägt auch so zum Ende hin zur Lösung des Ganzen bei. Und diese Lösung finde ich durchaus gelungen und auch überraschend, auch wenn man sich ab einem gewissen Zeitpunkt denken kann, worauf alles hinausläuft. Das ändert aber nichts an dem konstant vorhandenen Spannungsbogen, der ganzzeitig ziemlich straff gezogen ist und auch keine nennenswerten Einbrüche erleidet.

Insgesamt gesehen bekommt man hier ein sehr gutes Gesamtpaket geboten, das eine nicht unbedingt neue, aber doch raffiniert in Szene gesetzte Geschichte zeigt, die mit guten Darstellern besetzt ist und spannende, sehr kurzweilige Thriller-Unterhaltung bietet. Ein Film, der sehr leicht unterschätzt werden kann und in meinen Augen nie die Aufmerksamkeit erhalten hat, die er eigentlich verdient hätte.


7/10


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