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Zombie hing am Glockenseil, Ein (1980)

Eine Kritik von Schwarz (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 09.10.2004, seitdem 732 Mal gelesen


In dem kleinen, abgelegenen Dorf Dunwich ereignen sich unheimliche Dinge. Die junge Mary sieht bei einer Séance in New York einen Pfarrer, der sich selbst erhängt und damit die Toten zum Leben erweckt, bzw. ein Tor zur Hölle öffnet, bevor sie scheintot zusammenbricht. Mit dem Journalisten Peter, der sie aus ihrem Grab noch rechtzeitig befreit, macht sie sich auf den Weg zu dem Ort, der früher das antike Salem gewesen sein soll, wo einst Hexen ihr Unwesen trieben. Dort angekommen finden sie verängstigte Bürger vor, denn es mehren sich die Vorzeichen aus ihrer Vision, die sich beim bevorstehenden Allerseelen bewahrheiten soll. Mit „Ein Zombie Hing Am Glockenseil“ schuf Lucio Fulci einen Horrorschocker, dem sein Ruf bis heute weit vorauseilt. Dabei ist dies, im Gegensatz zu „Woodoo“ oder „L’Aldila“ kein wirklich waschechter Zombiefilm, es sind eher die mystisch angehauchten Elemente, die den Streifen tragen. Natürlich treten immer wieder, meist einzeln, Untote auf und es gibt standesgemäß einiges an Splattereien zu begutachten. Mehrfach werden Gehirne mit der bloßen Hand aus dem Kopf gequetscht (unglaubwürdig, aber wirkungsvoll), Gedärme ausgekotzt und sogar ein Kopf mit einer Bohrmaschine durchlöchert. Dabei verfehlen manche SFX auch heute noch ihre Wirkung nicht, dazu gesellen sich allerlei andere Ekelszenen, besonders die für Fulci typischen Würmer- und Madeneskapaden sind hier erwähnenswert. Die Zombie-Make-Ups sind solide, wenn auch nicht herausragend, da bietet „Woodoo“ mehr den Anschein von verfaulten Leichen. Die Story enthält diverse Ansätze, die nur mäßig einen Zusammenhalt finden, einiges bleibt etwas unverständlich, bzw. unlogisch. Wer keinen großen Anspruch hat, wird dafür mit vielen atmosphärischen Momenten belohnt, was nicht zuletzt an dem eindringlichen Score von Fabio Frizzi liegt. Aber auch der Reichtum an (nicht immer eigenen Ideen) sorgt für Abwechslung, dieser Italo-Klassiker bietet Unterhaltung ohne große Längen. Das Hauptaugenmerk liegt, entgegen dem blutrünstigen Ruf, auf den okkulten Momenten, die Fulci hier zwar nicht immer fundiert ausführt, allerdings um Klassen spannender als in seinem späteren „Amulett Des Bösen“ beispielsweise präsentiert. Ambitionierte Horrorfans kommen kaum um diesen besseren Fulci drumherum.

Fazit: Klassiker des schundigen Horrors, der mehr als den vordergründigen Splatteranteil bietet. 7/10 Punkten


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