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Andalusische Hund, Der [Kurzfilm] (1929)
Eine Kritik von Der Kre-Lo (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 06.06.2005, seitdem 1069 Mal gelesen
Es war einmal...
„Un Chien Andalou“ basiert auf zwei Träumen. Einem von Luis Buñuel, einem von Salvador Dalí. Und jegliche Teile, die eine rationale Deutung hätten zulassen können, wurden weggelassen.
Acht Jahre später.
Was bleibt ist an Absurdität, Einfallsreichtum und künstlerischer Verspieltheit kaum noch zu überbieten. Ein surreales Werk par excellence. Ein humorvoller und zugleich verstörender Bilderreigen, der die Sehgewohnheiten des Zuschauers in keiner Einstellung respektiert.
Gegen drei Uhr morgens.
Ein zerschnittenes Auge, ein Transvestit in Nonnenkleidern, Ameisen in der Hand, ein Vergewaltiger, dessen Mund verschwindet und durch Achselhaare ersetzt wird, Bücher, die sich in Schusswaffen verwandeln, Priesterseminaristen, die an Klaviere festgebunden sind, aus denen Eselskadaver ragen... Und weit und breit kein andalusischer Hund.
Sechzehn Jahre früher.
Was hier vorliegt, ist wohl einer der großartigsten Kurzfilme aller Zeiten, mit der wahrscheinlich berüchtigtsten Anfangssequenz der Filmgeschichte.
Im Frühling.
Ein Film, den man einfach mal gesehen haben sollte. Mehrmals. Und noch öfter. Also los jetzt!
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