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Die Untergruppe Puppenhorror gehört jetzt nicht gerade zu den beliebtesten Bereichen des Horrorgenres. Zwar war "Chucky - Die Mörderpuppe" einigermaßen erfolgreich und auch dessen Nachfolger sind nicht gerade unbeliebt, doch ansonsten fristen die Killerpuppen eher ein trauriges Dasein, trotz langlebiger Serien wie z. Bsp."Puppet Master". So ist es auch kein Wunder, dass so manche dieser Filme außerhalb des Ursprungsland kaum einen Bekanntheitsgrad besitzen. So auch "The Dummy" aus dem Jahre 2000, welcher die Geschichte einer Bauchrednerpuppe erzählt, die mit ihrem Besitzer eine recht blutige Karriere verfolgt. Leider geht dies derart langweilig von statten, dass man sich nicht wundern braucht, warum ihn hier kein Schwein kennt.

Wie gerade erwähnt erzählt "The Dummy" von Paul Chandler, einem eher mittelmäßig erfolgreichem Bauchredner, der mit seiner mörderischen Puppe, Tommy, nicht nur das Publikum zum lachen bringt, sondern es auch bluten läßt, wenn Tommys dünnes Ego gekränkt wird. Auch die Frauen in seinem Leben haben es meist nicht sonderlich gut ihnen. Doch irgendwann kommen sie den Beiden dann doch auf die Schliche... Wie man schon an der Inhaltsangabe erkennt, geht es schon auf inhaltlicher Ebene nicht gerade tiefschürfend zu. Nein, alles in allem hat der Film eigentlich wirklich nichts zu bieten, was auch nur Ansatzweise neu oder gar innovativ ist. Alles läuft auf derart seichten und vorhersehbaren Bahnen ab, dass man sich schnell an die schlechtesten Teile der Puppet Master-Reihe erinnert fühlt. Dazu Logikbrüche noch und nöcher, so wie man es halt vom Genre kennt.

Aber nun gut, eine dünne Story kann man ja bei dieser Art von Filmen noch tolerieren, wenn der Rest stimmt. Doch auch dies ist hier nicht der Fall! Atmosphärisch totale Grütze und erlahmende Spannungsarmut bis zum geht nicht mehr, bringen einen als Zuschauer nicht selten zum gähnen. Ich persönlich musste den Streifen sogar zweimal beginnen, um ihn bis zum Ende sehen zu können. Dazu Bluteffekte der grottigsten Art, die selbst Gore-Freaks absolut kalt lassen. Sicher, ein schmales Budget hemmt einen Filmemacher gerade in diesen Punkten um so einiges, doch das was hier geboten wird, ist teilweise sogar unter Amateurniveau.

Genauso grottig kommen zudem die Darsteller rüber. Kennen tut man sie zwar alle nicht, was beim Anblick ihres Spiels hier allerdings auch kein Wunder ist, denn selten kann man sich in der Hinsicht etwas mieseres vorstellen. Vor allem die Art in der sie ihre Dialoge aufsagen ist schlichtweg zum fürchten! Als würden sie ihre Dialoge von einer Laufschrift über der Kamera ablesen und ohne auch nur einem Funken Elan, sind es vor allem diese Worthülsen, die einen so schnell ermüden. Man könnte fast meinen, dass sie von Tommy alle an die Wand gespielt werden, doch auch der kommt unheimlich mies rüber! Widerwärtig!

Fazit: Fürchterlich dröges Puppenfilmchen, das kaum irgendwelcher Worte bedarf. Dünne Geschichte, keine Atmosphäre und Spannungsarmut überall, lassen selbst Leute die unter heftigsten Schlafstörungen leiden in kürze dahin schlummern. Dazu Effekte aus der Mottenkiste und Darsteller die man am liebsten gleich alle ihren filmischen Tod sterben sehen will, geben dem ganzen den Rest! Wenn schon Puppenhorror, dann Chucky! Aber nie wieder Tommy!

Wertung: 2/10 Punkte

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