Eine Kritik von Scat (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 15.09.2003, seitdem 617 Mal gelesen
Ein wenig enttäuscht war ich schon, denn die Hauptrolle in "Tiger der Todesarena" spielt wider erwarten eigentlich Jimmy Wang-Yu. Er ist es der die meiste Zeit zu sehen ist. Jackie spielt in den ersten 70 Filmminuten gerade mal für ca. 7 Minuten am Stück mit. Auch die restlichen Auftritte gegen Ende sind sehr rar.
Abgesehen von dieser leichten Enttäuschung bietet sich aber, wenn man tapfer weiter zuschaut ein doch noch ganz passabler Film. Die typische Gut-gegen-Böse-Story, wie sie meist in den alten Eastern vorzufinden ist, wurde hier gelegentlich nett variiert. Herausragendes geschieht eher wenig, trotzdem hat der Film einen leichten Anflug von Reiz zum weiterschauen.
Auch kommt "Killer Meteors" ohne große Brutalitäten aus (welche in der deutschen Fassung unverständlicherweise ohnehin fast ganz getilgt wurden). Die Choreographie liegt ebenfalls leicht über dem Durchschnitt: Nichts großes, aber okay. Was ein wenig störte war mal wieder Jackies Synchronstimme: Eine recht unspektakuläre die nicht sehr präsent rüberkommt. Dieser Eindruck verflog aber schnell, da Jackie ohnehin nur kurz auftritt, sich die anderen Synchronstimmen auf einem ähnlichen Level befinden und außerdem damit der Überdurchschnittlichkeit des Filmes selber ironischerweise gut anpassen.
Ingesamt handelt es sich bei "Tiger des Todesarena" um einen reinen soliden Film bei dem so ziemlich alles ein wenig über dem Durchschnitt liegt. Ein ordentlicher, alter Eastern, der zwar als Jackie Chan-Film eine noch größere Mogelpackung ist wie z.B. "Powerman II", aber dennoch relativ gut ansehbar ist - auch in der deutschen Fassung.
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