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Exit Wounds - Die Copjäger (2001)

Eine Kritik von Apollon (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 20.03.2004, seitdem 1489 Mal gelesen


Zugegebenermaßen durch "Romeo Must Die" und "Born 2 Die" schon reichlich voreingenommen, erwartete ich hinsichtlich Andrzej Bartkowiaks zweitem Film einen ähnlichen filmischen Komposthaufen, doch "Exit Wounds" enttäuschte mich etwas - er ist Bartkowiaks bisher bester Film.

Dieser Beitrag ist nicht ganz so stark von unzumutbaren, kommerziellen Elementen gekennzeichnet wie "Romeo must Die" und "Born 2 Die". Natürlich gibt es auch hier wieder typische Exemplare mainstreamig-aufgezogener Komik und beste MTV-konforme Musikuntermalung (eigentlich ausschließlich Hip Hop) samt den diese Musikrichtung symbolisierenden Darstellern, doch irgendwie ist "Exit Wounds" insgesamt trotz höchst durchschnittlicher Story mit künstlich erzwungenen Wendungen ganz annehmbar und nicht so pubertierend. Mag dies an Steven Seagal liegen? Einerseits nein, denn in diesen optisch aufpolierten Gefilden fühlt sich sein Naturell eigentlich nicht heimisch. Andererseits ja, da alleine sein für hausgemachte Old School-Actioner stehendes Antlitz die Moderne dieses Streifens teilweise einzudämmen vermag.

Hinzu kommt auch, dass Regisseur Bartkowiak sich auf etwas härtere Action besann, was er jedoch bei "Born 2 Die" auch schon wieder ablegte. So wirkt die Action ehrlicher und weniger dem kommerziellen Gedanken dienend. Dennoch vertreten schnelle Schnitte und aufgeplusterte Bilder eher moderne Optik. Anthony Anderson und DMX passen da gut hinein, auch wenn ersterer fast nur solche komödiantisch angelegten Rollen spielt und letzterer sich in punkto Mienenspiel ungefähr so flexibel präsentiert wie Pinocchio. Steven Seagal ist zwar nicht mehr der Agilste und war sowieso noch nie der Mann für schauspielerische Kompetenz, dennoch verkauft er sich hier ganz ordentlich; für ihn sicherlich ein gelungenes Comeback.

"Exit Wounds" ist hinsichtlich seinem Action-Anspruch sehr solides Handwerk. Die Geschichte ist zwar völlig marginal und durch hanebüchene Wendungen zu einem unglaubwürdigen Plotgeflecht zusammengeschustert worden, dennoch ist Andrzej Bartkowiaks zweiter Film, wie bereits angeführt, noch sein bisher bester.


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