Eine Kritik von Adam Kesher eingetragen am 11.04.2005, seitdem 1538 Mal gelesen
Australiens Straßen der Zukunft gehören anarchistischen Motorradbanden, die sich mit der Polizei wilde Verfolgungsjagden liefern. Als der überzeugte Gesetzeshüter Max Rockatansky (Mel Gibson) seinen Mitstreiter Goose (Steve Bisley) verliert, quittiert er den Dienst und fährt mit seiner Frau (Joanne Samuel) und seinem Sohn (Brendan Heath) aufs Land. Doch die Bande hat noch eine Rechnung mit Max offen und setzt ihm nach…
George Millers grimmige Zukunftsdystopie mag anfangs wie eine kindische Zerstörungsorgie anmuten, entwickelt sich aber rasch zum bebenden Sensor gesellschaftlicher Angstvorstellungen. Unaufhaltsam wandelt der ohnmächtige Polizist sich vom Jäger zum Abbild seiner unerbittlichen Gegner, schwemmt die Niedertracht aus der Arena der Straße in sein Privatidyll. Bald schon bröckelt seine brüchige Lebensparadoxie aus privater Fürsorglichkeit und beruflicher Hartgesottenheit und der idealistische Menschenfreund wird zum verächtlichen Rächer. Mit einer wohldosierten Mischung aus rasanter Action, zurückhaltenden Familienimpressionen und beinharter Gewalt gelingt es Miller, die heftigen Eindrücke des glänzend inszenierten Filmes weit über den Abspann hinaus im Kopf des Zuschauers lebendig zu halten.
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