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Shriek - Schrei, wenn Du weißt, was ich letzten Freitag den 13. getan habe (2000)

Eine Kritik von Apollon (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 30.11.2003, seitdem 755 Mal gelesen


Gut, der Titel reibt es einem bereits unter die Nase: Hier steht das Subgenre des Schlitzerfilmes, der Teenie-Slasher, im Visier. Durchaus wäre eine Parodie zu dem Thema eine ansprechende Idee. Ungünstig für "Shriek" ist nur, dass diese zuvor von "Scary Movie" eigentlich optimal umgesetzt wurde.

Dieses Projekt ist daher auch uneingeschränkt ein offensichtliches Plagiat der Erfolgsparodie "Scary Movie"; erkennbar schon an der ersten Szene, die erneut eine Nachstellung des "Scream"-Auftakts darstellt. Gewiss gibt es dabei gelungene Gags, was eigentlich auch nur eine logische Konsequenz sein kann, wenn man dem Zuschauer in fast jedem Satz und Bild einen Witz aufdrängt. Die Frequenz der humorigen Dialogeinlagen orientiert sich also an "Scary Movie", ebenso wie der Stil des Slapsticks (ähnlich auch den Leslie Nielsen-Filmen), dennoch wirkt alles schnell ermüdend, weil das Vorbild es eben bereits besser vormachte und "Shriek" einem das Ganze, wenn auch gewiss selbstironisch, beinahe identisch noch einmal vorsuppt.

Wir haben hier eine fadenscheinige Story mit konfus verknüpften Szenen und aalglatte Teenie-Slasher-Charaktere (Sensations-Reporterin, blondöses Busenwunder, inkompetenter Officer, die unglückliche Jungfrau, die keinen abkriegt und und und...). Präsentiert wird alles natürlich in der bewusst überzogenen Ausschlachtung sämtlicher, im Genre entstandener Klischees, bei der es sich auch anbietet, zur weiteren Unterhaltung das "Welche-Filme-werden-hier-wohl-verarscht?"-Spiel spielend zu spielen. Was hätten wir da: Natürlich "Scream", gefolgt von "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" - als nüchterne Anspielungen schließen sich "Tötet Mrs. Tingle", "Chucky", "Scanners" und noch einige andere an. Allzu groß ist der Wiedererkennungswert aus Horrorfilmen dann aber doch nicht. Stattdessen werden beispielsweise noch "Baywatch", die "Batman"-Serie oder Produktwerbungen (Powerade, Mentos) durch den Kakao gezogen. Ein "Freitag der 13."-Déjà-vu, so wie es der Titel mitunter anpreist, werden wir hier wohl nicht wirklich erleben. Die Eishockeymaske wird ja recht früh durch ein Feuer zu einer "Ghostface"-Variation umgeschmolzen.

Dieser zu Anfang zum Zuge kommende Einfall kann sich auch noch wirklich sehen lassen. Nur leider beißen sich die Gags dann überwiegend auf einem qualitativ niedrigem, banalem Niveau fest. Die Akteure spielen ihre Klischee-verschleimten Rollen zwar recht annehmbar, aber zu mehr reicht es in diesem Bereich nicht. Trotzdem hätte "Shriek" noch etwas Brauchbares werden können, würde er nicht ständig plagiieren. Genre-Sympathisanten und "Scary Movie"-Liebhaber können hier dennoch getrost einen Blick riskieren, um sich selbst ein Urteil zu bilden. (Noch 4/10)


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