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Walking Tall - Auf eigene Faust (2004)

Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 21.05.2006, seitdem 207 Mal gelesen


Nach " Welcome to the Jungle " darf The Rock hier wieder ran und diese Rolle ist ihm mal wieder wie auf den Leib geschneidert.

Inhalt:
Chris Vaughn kommt nach 8 Jahren wieder in seine kleine Heimatstadt zurück. Doch es hat sich einiges verändert. Das Sägewerk ist geschlossen worden und es gibt ein neues Casino, dass einem damaligen Schulfreund gehört. Leider verkauft dieser auch Drogen und beschummelt in seinem Casino die Spieler. Das kann Chris nicht zulassen und sagt ihm den Kampf an. Er lässt sich zum Sheriff wählen und räumt gnadenlos in der Stadt auf.

Endlich mal wieder ein Actionfilm in der Selbstjustizklasse bei dem man nicht nachdenken braucht. Leider kommen solche Filme heute weder bei den Zuschauern noch bei der FSK an. Aber dieser Streifen macht einfach Spass und nimmt sich selber nicht zu ernst. Es ist ein Remake von " Der große aus dem Dunkeln " von dem es früher sogar eine Miniserie gab.

Leider wurde der Film mit der Action etwas falsch belastet, am Anfang herrscht Ruhe und die zweite Hälfte explodiert förmlich. Kann man aber noch verkraften. Nur finde ich dass der gesamte Film etwas zu kurz ist und natürlich den Charakteren keine Zeit lässt etwas in die Tiefe zu gehen. Das Ende ist auch recht abruppt, da hätte ruhig noch etwas kommen können, denn der Film ist mit seinen 71 minuten viel zu schnell rum, also ein bisschen länger und es wäre perfekt gewesen.

Aber dafür rockt die Action gewaltig, es ist einfach klasse mit anzusehen, wenn Chris mit einer Holzlatte bewaffnet ins Casino läuft, da alle zusammenschlägt und noch die halbe Einrichtung demoliert, da steht einem das Grinsen im Gesicht. Vor allem sind die Keilereien hart und real gehalten, obwohl sie manchmal etwas schnell geschnitten sind. Blutige Shootouts bekommt man hier kaum, besser gesagt eigentlich gar nicht zu sehen, aber das braucht man hier auch nicht, es reicht schon wenn Knoxville auf den Sofas herumspringt und dabei auf seine Gegner schießt. Ist einfach lustig mitanzusehen. Also die Action ist wirklich klasse.

Mit " The Rock " hätte man keinen Besseren für die Rolle finden können. Er ist einfach sympatisch, zwar kein Edelmime, aber bei ihm wirkt es einfach real und nicht aufgesetzt. Johnny Knoxville ist klasse und die Beiden harmonieren prächtig miteinander. Die Dialoge sind sehr spritzig und vor allem witzig. Neil McDonaugh als Schurke ist auch passend besetzt und Ashley Scott ist auch eine Augenweide.

Natürlich wurde der ganze Film noch mit Countrysongs vom Feinsten unterlegt, da hätte auch nichts anderes gepasst. Die Kulisse ist schön, aber auf sie wird nicht weiter eingegangen, da der Film dazu einfach zu kurz ist und Kevin Brey hat sich da auch nicht sonderlich Mühe gegeben.

Fazit:
Auf so einen Actioner hab ich schon lange mal wieder gewartet. Harte Keilereien, kaum Story, the Rock und mächtig Action.


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