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Walking Tall - Auf eigene Faust (2004)

Eine Kritik von Billy-Bob (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 12.02.2007, seitdem 1045 Mal gelesen


Was Charles Bronson in den 70ern, "Rambo" Stallone in den 80ern und van Damme in den 90ern an fragwürdigen Selbstjustiz - Streifen verbrochen haben, wird im neuen Jahrtausend also von "The Rock" weitergeführt. Die Story ist ebenso dünn wie schnell erzählt. Kriegsveteran kehrt in sein Heimatkaff zurück. Die Zeiten haben sich geändert, der halbe Ort inklusive der Ordnungshüter steht auf der Gehaltsliste eines dubiosen Spielcasinobesitzers. Als dieser dafür verantwortlich zeichnet, dass der minderjährige Neffe des Helden beinahe an einer Überdosis hopps geht, platzt "The Rock" der Kragen und er zerlegt das Etablissement mitsamt der Belegschaft im Alleingang, wofür er natürlich vor den Kadi gezerrt wird. Dort feuert er kurzerhand seinen Pflichtverteidiger und nimmt seine Verteidigung selbst in die Hand, die darin gipfelt sich in einem zwei Minuten Plädoyer für den vakanten Posten des Polizeichefs zu bewerben. Dies führt zu einem kollektiven Beifallssturm fast aller Anwesender im Saal. Und selbstredend gewinnt er die Wahl um fortan mit einer selbstgeschnitzten Holzkeule (muahahah) den bösen Buben auf den Zahn zu fühlen. Nebenbei macht er seinen besten Kumpel trotz Vorstrafe zum Deputy, marodiert mit besagter Keule durch die Gegend, beugt das Gesetz, dass die Schwarte kracht und pimpert die Stripperin aus dem Casino auf der Polizeiwache. Der gesmte Plot besteht aus Versatzstücken aus Filmen wie "Coogans grosser Bluff", "Rio Bravo" und diverser Hau drauf Streifen jedweder Machart.

Die Darsteller stolpern allesamt hölzern und unmotiviert durchs Geschehen, die Charaktere bleiben völlig oberflächlich und das Drehbuch rechtfertigt geradezu plakativ die Selbstjustiz.

Was bleibt ist ein totlangweiliger, völlig uninspirirter und dazu in seiner Aussage verantwortungsloser Zeitverschwender, der nach einer Stunde meiner wohlverdienten Müdigkeit nichts mehr entgegenzusetzen hatte und mich ins Land der Träume beförderte. So bleibt für mich das Ende spekulativ; aber ich könnte wetten, der Böse stirbt und "The Rock" und die Stripperin kriegen sich.

Einen Punkt für Rocks neidlos wohlgeformten Body und einen für die Tatsache, dass ich einschlafen konnte.

Gut Nacht......


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