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Walking Tall - Auf eigene Faust (2004)

Eine Kritik von Der Sittenstrolch (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 14.07.2004, seitdem 718 Mal gelesen


Chris Vaughn (The Rock) kehrt nach acht Jahren beim Militär in seine Heimatstadt zurück, um dort ein neues Leben anzufangen und einen Job in der örtlichen Mühle anzunehmen. Als er ankommt, muß er jedoch nicht nur feststellen, daß die Mühle zugunsten eines Spielcasinos geschlossen wurde. Die ganze Stadt ist korrupt und lebt von Glücksspiel und Prostitution. Als er am ersten Abend im Casino seines Kinderfreundes Jay Hamilton (Neal McDonough) feststellen muß, daß dort betrogen wird, wird Vaughn vom Personal fast umgebracht. Und der örtliche Sheriff unternimmt nichts.

Es kommt noch schlimmer: Vaughns junger Neffe kommt ins Krankenhaus, weil er Drogen genommen hat. Die bekam er von den Mitarbeitern des Casinos. Als Vaughn daraufhin ausrastet, drohen ihm bis zu 18 Jahre Gefängnis. Nun reicht es ihm und er kandidiert für den Job des Sheriffs, um mal richtig mit der organisierten Kriminalität in der Stadt aufzuräumen. Zur Seite steht ihm sein langjähriger Freund Ray Templeton (Johnny Knoxville), welcher nach seiner Sex, Drugs & Rock'n'Roll-Vergangenheit endlich wieder auf die Beine gekommen ist.

Walking Tall - Auf eigene Faust besticht nicht gerade durch eine besonders einfallsreiche Geschichte. Es ist ein typischer altmodischer Actionfilm mit Rachestory. Wie aus anderen Filmen von The Rock gewohnt ist auch viel Humor dabei. The Rock und Johnny Knoxville machen ihre Sache ordentlich und harmonieren als Buddies ziemlich gut. The Rock beweist mal wieder, daß er zwar kein Schauspiel-Gott ist, aber locker andere Actionhelden wie Arnold Schwarzenegger in die Tasche steckt.

Die Action ist eine Mischung aus Prügeleien, Schießereien und Explosionen. Wie schon in den anderen Filmen von The Rock geht es ganz gut zur Sache. Die Gewalt kommt nicht zu kurz, es wird aber auch nicht übertrieben, wie man schon an der FSK 16-Freigabe sieht. Amüsant sind die Methoden, mit denen Sheriff Vaughn und Hilfssheriff Templeton gegen ihre Gegner vorgehen: sie unterscheiden sich kaum von den Methoden der Bösewichte und dürften wohl kaum mehr als rechtstaatlich bezeichnet werden.

Das Ganze wird von einem coolen Soundtrack unterlegt. Leider dauert der Film nur knapp 85 Minuten. Dafür hat er aber keine Längen. Man wird vom Anfang bis zum Ende bestens unterhalten und genau so sollte es sein.

8 von 10 Punkten


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