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Walking Tall - Auf eigene Faust (2004)

Eine Kritik von Jason Stillwell (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 16.07.2004, seitdem 368 Mal gelesen


Die Rolle des hünenhaften Rächers Chris Vaughn in "Walking Tall" ist Dwayne "The Rock" Johnson wie auf den Leib geschrieben. Nach "Welcome to the Jungle" liefert er hier wieder routinierte und schnörkellose Actionkost für jedermann ab.

Nachdem er der Army den Rücken gekehrt hat, zieht es Vaughn wieder in seine Heimatstadt, wo er einen Job sucht. Das örtliche Sägewerk, damals der größte Arbeitgeber in der Gegend, ist aber geschlossen. Sein Vater arbeitslos. Nach einem herzlichen Empfang bei seinen Eltern und einer kurzen Eingewöhnungszeit, merkt Chris, dass sich einiges in seiner Stadt geändert hat: ein neuer korrupter Sheriff (der alte ist "zufällig" beim Autofahren eingeschlafen und gegen einen Baum gefahren), mehr Drogenabhängige und nachts protzt ein hell erleuchtetes Casino mit Strip-Club über dem sonst so verschlafenen Nest. Da der Besitzer des Casinos Chris' Jugendfreund Jay ist, lässt er es sich nicht nehmen abends mit ein paar Freunden vorbeizuschauen. Doch als er sieht, wie dort betrogen wird, gibt es eine Auseinandersetzung mit Jays miesgelauntem Sicherheitspersonal, die Chris erst mal den Bauch aufschlitzen und aufs Übelste zusammenschlagen. Zu allem Überfluss wird er auch noch angeklagt, da er angeblich den Streit angezettelt hat. Bei der Verhandlung reißt er sich das Hemd auf und zeigt der Jury seinen vernarbten Bauch, woraufhin er frei gesprochen wird.
Als Chris nun auch noch die Wahl zum neuen Sheriff gewinnt, sagt er Jay und seiner Schlägerbande den Kampf an und räumt den Laden auf.

Wie das bei "Rock"-Filmen aussieht, kann man sich vorstellen. Die Stunts und Prügeleien sind unterhaltsam und kinotauglich choreographiert. Die Action ist ziemlich gut über den ganzen Film verteilt und es wird nie langweilig. Die sympathischen Nebendarsteller und die gute Kameraführung tun ihr Übriges. Angereichert ist das Ganze immer wieder mit ein paar Gags ("Ihr Rücklicht ist kaputt") und den Slapstick-Einlagen von Johnny Knoxville, der Vaughns verplanten Hilfssheriff spielt und bei so mancher Pumpgun-Schießerei schon mal gern hinters Sofa springt.

** Wer auf Action der rustikaleren Art mit coolen Sprüchen steht, ist bei diesem Film bestens aufgehoben. Das Remake des harten Selbstjustiz-Dramas von 1973 ist dem heutigen seichten Action-Unterhaltungskino angepasst, so dass man diesen Film auch gut mit seiner Freundin gucken kann. **


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