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Mann unter Feuer (2004)
Eine Kritik von albert_wesker (Bewertung des Films: 3/10) eingetragen am 04.03.2005, seitdem 2552 Mal gelesen
Ich hab vor einiger Zeit das Original mit Scott Glenn gesehen und fand dieses ganz in Ordnung! Scott Glenn war wie immer sehr gut, doch leider haftete dem Film ein gewisser Schmuddel und Schund Touch an und Scott Glenn ging nicht halb so kompromisslos an Werk wie es der Klappentext versprach! Als dann das Remake heraus kam und von allen und jedem so hoch gelobt wurde habe ich mich dazu entschieden diesen Film auf DVD zu kaufen in der Hoffnung einen guten Actionfilm oder Thriller zu sehen, der vielleicht ein bisschen edler und eventuell auch härter herüberkommt als das Original. In einer Sache wurde ich jedenfalls nicht enttäuscht, dem Film ist ein enormer Härtegrad nicht abzuerkennen, doch leider ist dies auch schon mehr oder weniger alles! Wobei die erste Hälfte des Films sehr gut daherkommt, wird doch die Beziehung zwischen Creasy und Pita sehr gut aufgebaut ( reiner Wahnsinn was die junge Schauspielerin dort abliefert ) und Christopher Walken spielt in den paar kurzen Auftritten grandios! Als die eigentliche Rächer Story dann beginnt baut der Film dann doch leider enorm ab! Für einen Actionfilm bietet das ganze leider zu wenig und zu banale Action und für einen Thriller gibt es hier so gut wie keinen Thrill. Danzel Washington läuft munter durch die Gegend foltert lustig und mit einer Gleichgültigkeit, die fast schon an Arroganz grenzt irgent welche kleinen Drahtzieher. Dabei gibt es keine einzige spannende Herausforderung zu bewältigen, nein sogar den super bewachten korrupten Polizeichef nehmen wir mal eben hops und foltern ihn ein bisschen. Bei der Szene hab ich mich echt gefracht ob der Verantwortliche irgend einen Schaden hat ( vielleicht wurde er als kind mal mit dem Kop vor die Wand gehauen ) anders kann ich mir nicht erklären wie man auf so eine geschmacklose Idee kommen kann, es sei denn man versucht ja so böse daherzukommen und sucht krampfhaft nach etwas was ( zum Glück ) noch nie dagewesen ist und stößt dabei an die Grenzen seines beschränkten Verstandes! Die Täter werden dabei nicht ausreichend als solche dargestellt, können sich vorher noch nicht mal ordentlich wehren ( ne sauber inszenierte Prügelei hätte da vielleicht mal nicht geschadet ) und tuen einem schon fast leid! Nach jeder solcher Szene gibt es dann zu ach so pathetischer Musik ein paar Rückblicke von Pita in Schwarz weiß um das ganze auch schön rechtfertigen zu können! Am meisten störte mich dabei noch der absolut überzogene Zynismus mit dem dabei ans Werk gegangen wird! Nach mehr als zwei Stunden kommt dann das ach so tragische Ende daher wo noch mal richtig Pathos ausgeschüttet werden darf , welches nur zu enttäuschen vermag.Warum hält er nicht sein Versprechen und löscht die anderen noch aus? Als "Künstler des Todes" sollte das doch ein leichtes sein! Statt dessen serviert man uns ein für mich nicht nachvollziehbares Ende, das einzig und allein den Zweck zu verfolgen scheint noch mal richtig auf die Tränendrüse drücken zu wollen und Ernsthaftigkeit und quälende Tragik heucheln zu wollen! Find ich echt verlogen! Da nutzen auch ein paar tolle Bilder und ein paar schicke Schnitte nichts! Tut mir leid, der Film bewiest einfach nur, dass Tony eben nicht Ridley Scott ist und er so nie aus dem Schatten seines Bruders treten kann! Wenn ich einen guten Thriller mit Denzel Washington gucken will schaue ich mir lieber noch mal den super gemachten "out of time" an und wenn ich noch mal Lust auf einen Selbstjustizthriller habe gucke ich mir zum X - ten mal "Punisher" oder einen alten Charles Bronson Schinken an, die haben jedenfalls mehr Thrill und haben nicht so ein aufgesetztes pseudo interlektuelles Gehabe! Der Film war für mich nur Zeitverschwendung! Schade!
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