Eine Kritik von arsvivendi (Bewertung des Films: 3/10) eingetragen am 16.10.2005, seitdem 298 Mal gelesen
Tja, was soll man sagen.
Das Buch "Der Söldner"von AJ Quinell ist einer meiner absoluten Lieblingsromane.Eine Rächerstory at its best.
Inhalt : Ex Fremdenlegionär besucht alten Freund, der ihn als Bodyguard eines italiensichen Mädchens unterbringt. Der Vater hat "einen Versager = Trinker " angeheuert um die Versicherung nach Entführung zu kassieren. Dazu tut er sich mit der Mafia zusammen, weil seine firma kurz vor der Pleite steht. Creasy, der Name des Söldners, wird bei der Entführung des Mädchens zusammengeschossen, das Mädchen kurz darauf ermordet. Creasy verschwindet auf eine Insel, findet dort die Frau seines Lebens und seinen Frieden, kehrt zurück und bringt alle, inclusive Vater, um.
Dann "stirbt" er offiziell und kehrt auf die Insel zurück.
Das Ganze ist dermassen dicht und atmosphärisch geschrieben das es eine wahre Freude ist.
Dementsprechend war ich von dem Film arg entäuscht.
Washington, obwohl begnadeter Schauspieler, fehlbesetzt.
tony Scott, als reiner Visualist, versteht es, wieder mal, nicht, dem ganzen Tiefgang zu verleihen. Die Verlagerung nach Mexico ist albern, diese ganze FastFuriousXXXSpiderMan Videospieloptik mit MTV Schnitten geht mir sowieso auf den Keks - heute Filme zu sehen ist eher Arbeit als Vergnügen und cooole Optik ersetzt von Qualität über Handlung bis zum Sinn wohl alles.
"Hannibal" war schon eine schwache Vorlage für einen beschissenen Film, man merkte jeder Seite an, wie sehr sich HArris bemühte, Lecter ins Spiel zu bringen. Aber hier das Dingen - da lese ich lieber drei Mal das Buch.Eine sehr "visuelle" Romanvorlage, die man 1:1 hätte adaptieren können -leider verloren. 3/10