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Mann unter Feuer (2004)
Eine Kritik von Grinder (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 10.10.2004, seitdem 274 Mal gelesen
Mit "Man on Fire" lieferte Tony Scott die für mich wohl positivste Kinoüberraschung des bisher eher lauen Kinojahres 2004 ab. Eine anfangs nicht übermäßig mitreißend wirkende Story entpuppt sich mit Hilfe einer sehr innovativen Umsetzung nicht als der durchschnittliche Action-Thriller, sondern als durchaus sehenswerter Streifen, der durch seine neuartige Darstellung überzeugen kann.
Neben der Inszenierung können auch alle Darsteller durchweg überzeugen. Allen voran Dakota Fanning, die bereits mit ihren 10 Jahren eine für ihr Alter beispiellose Filmographie (Ich bin Sam, 24 Stunden Angst, Sweet Home Alabama, Uptown Girls etc.) vorzuweisen hat. Denzel Washington agiert in gewohnter Weise solide und erreicht mit Leichtigkeit Maßstäbe, die ihm den Oscar einbrachten.
Die ersten sechzig Minuten des Films mögen in den Augen einiger Leute etwas in die Länge gezogen wirken, was der Glaubwürdigkeit des Folgenden aber sehr gut tut. Die im Laufe der Zeit erst entstehende feste Bindung zwischen Denzel Washington und Dakota Fanning, die sich mit dieser Rolle wohl schon im Grundschulalter in die Herzen vieler Filmfans gespielt hat, rechtfertigt die Reaktion Washingtons nach dem Knackpunkt des Streifens, der Entführung. Washington kehrt zu seinem Talent als Racheengel zurück, was im Grunde sehr banal wirkt. Dennoch ist die Umsetzung dieses schon allzu oft aufgegriffenen Plots (Punisher etc.) sehr innovativ und absolut sehenswert.
Lediglich das Ende des Films geriet mir ein wenig zu theatralisch, als sich Washington gebrochen vom Leben ohne Gegenwehr aufgibt, sich seinen Widersachern fügt und scheinbar zufrieden entschläft.
Alles in allem aber sehr innovatives und perfekt inszeniertes Actionkino! Sehr sehenswert! 9 Punkte!
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