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Sturz ins Leere (2003)
Eine Kritik von Punisher (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 03.05.2004, seitdem 1067 Mal gelesen
"Sturz ins Leere" ist weder ein reiner Dokumentarfilm noch ein Spielfilm. In Interviews und in mit Schauspielern an Originalschauplätzen nachgedrehten Rückblenden erzählt der Film seine Geschichte.
Die Geschichte ist umso ergreifender, weil sie wahr ist!
Zum Inhalt:
Im Mai 1985 versuchen sich die beiden jungen Bergsteiger Simon Yates und Joe Simpson an der bis dahin unbestiegenen Westflanke des Siula Grande in den Peruanischen Anden. Sie wollen den 6000er allein und ohne Zwischenlager bezwingen. Beim Abstieg passiert das Unglück: Joe bricht sich den Unterschenkel und stürzt in eine Gletscherspalte. Simon, der am gleichen Seil hängt, bekommt kein Lebenszeichen von seinem Kameraden und schneidet schließlich das Seil durch um wenigstens selbst zu überleben. Was er nicht weiß: Joe lebt noch, als er das Seil durchtrennt! Was nun folgt, ist ein beeindruckender Beweis für menschlichen Durchhaltewillen. Joe kämpft sich aus der Spalte und beginnt schwer verletzt und allein den Abstieg ins Basislager!
Der Zuschauer weiss natürlich von Anfang an, dass sowohl Simon als auch Joe lebend vom Berg zurückkehren werden (schließlich erzählen die Beiden ja die Geschichte). Der Regisseur Kevin Macdonald packt die Story jedoch in so mitreissende und wuchtige Bilder, dass es dennoch unglaubich spannend bleibt. Großteils mit einer Handkamera gefilmt, versetzt er den Zuschauer direkt ins Geschehen.
Der Film zeigt auf eindrucksvolle Weise, wozu der Mensch in Extremsituationen fähig ist!
10/10
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